R.I.P. Steve und Roman

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Und wieder beginnt ein Jahr für die Spreebo-Gemeinde eher traurig.

Aus der Nachricht im Dezember, dass Steve Gohouri (Spieler der Borussia 2007-2009, rechts im Bild mit Moses Lamidi) vermisst wird, wurde zum Jahreswechsel Gewissheit. Wie für alle Borussen ein Schlag, und für uns Spreebos schlicht unfassbar. Durften wir Steve doch 2008 zu unserer Weihnachtsfeier im Spree-Eck als fröhlichen, freundlichen, grundsympatischen Menschen kennen lernen.

Auch unsere Nachbarn von Block B wurden schwer getroffen. Ihr Mitglied Roman wurde nur 38 Jahre alt. Er starb bei einem tragischen Unfall. An der bewegenden Trauerfeier nahmen neben zahlreichen Borussen auch unser Präsipaar teil.

Allen Angehörigen von Steve und Roman möchten wir unsere tief empfundene Anteilnahme ausdrücken.

Roman und Steve – ruht in Frieden!

 

 

Zurück nach Turin

Championsleague-Gruppenspiel Juventus Turin – Borussia 21.10.2015 (0:0)

Mein erstes Mal Turin war im November 1989, UEFA-Cup-Achtelfinale mit dem FC Karl-Marx-Stadt gegen Juventus. Damals gewann Juve knapp mit 2:1, das sollte mir mit Borussia nicht nochmal passieren.

Dienstag morgen, nach einem guten Frühstück, machten Neumi und ich uns auf den Weg nach Schönefeld. Wir waren sozusagen das Spreeborussen-Vorauskommando und landeten nach gerade mal 1 Stunde und 25 Minuten Flugzeit am frühen Nachmittag auf dem Flughafen Mailand Malpensa. Einer der Flugbegleiter outete sich als Mönchengladbacher, aber Bolten oder sonst irgendein Alt hatte er nach eigenem Bekunden leider trotzdem nicht an Bord. Stattdessen spendierte er uns aber beim Aussteigen noch zwei Flaschen San Benedetto.
Vom Flughafen ging es mit einem Shuttlebus weiter ins Stadtzentrum. Da unser Zug nach Turin erst um 19 Uhr fuhr, hatten wir genügend Zeit, uns ein bisschen die Beine zu vertreten und vor allem erst einmal einen leckeren italienischen Espresso zu geniessen. Kosten hierfür übrigens genau 1,80 Euro – für beide zusammen. Das ist dann aber auch so ziemlich das einzige Getränk, das in Italien preisgünstig zu haben ist.
Nach einer Stunde Zugfahrt kamen wir dann um 20 Uhr in Turin an. Dank zwischenzeitlicher Infos von Joe haben wir am Bahnhof auch sehr schnell ein Taxi gefunden, welches uns in unser Hotel brachte, wo Joe schon auf uns wartete.
Schnell waren wir an der Rezeption eingecheckt, länger dauerte es, das uns zugewiesene Zimmer zu finden. Es gab einfach keine Nr. 17, auf keiner der zwei Etagen. Also wieder zurück zur Rezeption, wo sich dann herausstellte, dass die 7 keine 7 sondern eine 1 und unsere Zimmernummer somit die 11 war. Das gab es dann tatsächlich auch, also schnell die Sachen reingeworfen und schon ging es wieder runter und weiter… im Shamrock Inn warteten schliesslich liebe Freunde aus Dinslaken darauf, mit uns das ein oder andere Bier zu trinken. Das haben wir dann auch ausgiebig getan. Später kamen noch die Bökelbären aus Wolfsburg dazu, der ein oder andere Sauerländer wurde auch gesichtet, und es wurde eine feuchtfröhliche Nacht. Gegen 3 Uhr morgens fielen wir todmüde ins Bett.

Der Spieltagsmorgen begann mit einem typisch italienischen Frühstück: Es gab Brot und Croissants, ein bisschen Marmelade und Honig, immerhin auch ein wenig frisches Obst, aber das war es dann auch. Neumi versprach, am nächsten Morgen früher aufzustehen und ein paar Kleinigkeiten zum Frühstück einzukaufen, sowas wie Käse, Salami etc. Wir waren schließlich in Italien, und Salami können die da! Nur zum Frühstück bekommt man sie eben nicht, eher abends als Snack an der Bar zum Bier.

Gegen Mittag machten wir uns dann wieder auf den Weg ins Shamrock, einem von mehreren Treffpunkten für viele Borussen in der Stadt. Das erste Bier war – vor allem für mich – noch etwas schwierig nach dem Abend davor, aber ab dem dritten schmeckte es dann auch mir wieder. Nach und nach trafen immer mehr bekannte Gesichter ein, und auch die Reisegruppe 2 der Spreeborussen, welche erst am Spieltag anreiste und das nicht so ganz ohne Schwierigkeiten, hatte es irgendwann geschafft. Es wurde viel getrunken und gelacht, was man an Spieltagen halt so macht. Irgendwann am Abend machten wir uns auf den Weg zu den Shuttlebussen, die unweit des Pubs fahren sollten. Dort mussten wir zwar ziemlich lange auf einen solchen warten, ein paar Hundert andere hatten weniger Geduld und begaben sich auf einen kilometerlangen Marsch zum Stadion, aber für uns kam dann tatsächlich irgendwann ein Bus und brachte uns – begleitet von einem großen Aufgebot an Polizei auf Motorrädern – direkt bis zum Gästeeingang. Entgegen aller vorherigen Warnungen waren die Einlasskontrollen weniger streng als erwartet, so was wie Schuhe ausziehen blieb uns jedenfalls erspart, und Neumi hatte sogar noch zwei Feuerzeuge am Mann, als wir das Stadion betraten. Dieses Stadion hat mir übrigens ziemlich gut gefallen. Eine moderne Arena zwar, aber trotzdem schöne steile Tribünen, die man von aussen gar nicht vermutete. Die Stimmung im Gästeblock war von Anfang an großartig und steigerte sich in der zweiten Halbzeit noch, der VfL-Wechselgesang zum Ende des Spiels war laut Aussage eines daheimgebliebenen Freundes „brutal“. Einen solch lautstarken und ausdauernden Support hab ich persönlich tatsächlich lange nicht mehr erleben und mitmachen dürfen. Die Juve-Fans hingegen waren für mich schon enttäuschend. Zwar gab es vor Spielbeginn den Versuch einer Choreo, aber mehr als ein Versuch war es leider nicht. Und bis auf ein paar kurze Momente war aus deren Kurve auch kaum mal was zu hören. In der Beziehung also ein eindeutiger Sieg für uns. Das Spiel endete bekanntermaßen 0:0, für Borussia der erste Champions-League-Punkt überhaupt, und wir waren sehr froh und stolz, dabei gewesen sein zu dürfen.
Nach der üblichen Verweildauer im Block ging es dann recht zügig zu den bereitgestellten Bussen, die uns dann in Kolonne zum Bahnhof Porta Nuova brachten. Von dort war es zu Fuss auch nur ein paar Minuten bis zum Shamrock, dort gab es noch eine Kleinigkeit zu essen und ein Bierchen, bevor wir uns verabschiedeten. Wir waren nach dem langen Tag und der langen Nacht davor doch ziemlich k.o. Am Hotel angekommen wurde es dann doch nichts mit sofort ins Bett: an der Bar saßen noch Vampy und Joe, also nahmen wir doch noch einen Absacker…

Am nächsten Morgen begab sich Neumi wie versprochen auf Nahrungs- bzw. Frühstücksergänzungssuche auf einen nahegelegenen Markt. Die Suche war erfolgreich, so dass wir dieses Mal ein tolles Frühstück mit Käse, Wurst und Salami genießen konnten. Nach dem Aus-Checken hatten wir eigentlich vor, ein bisschen durch die Stadt zu spazieren und eine Stadtrundfahrt zu machen. Der Spaziergang ist noch gelungen, aber als wir dann bei einem Espresso schnell noch ein oder zwei Karten nach Hause schreiben wollten, fand uns die Spreeborussen-Reisegruppe zwei, und das war es dann mit Stadtrundfahrt oder ähnlichem. Man begab sich stattdessen auf die Suche nach einem Lokal, in dem am Vormittag Bier ausgeschenkt wird, wurde fündig und dann blieb es doch wieder bei der üblichen Beschäftigung…


Immerhin kam ich später noch zu einem Teller frischer italienischer Pasta, bevor es dann mit dem Zug wieder Richtung Mailand ging. Während wir noch die Tickets für den Zug vom Hbf zum Flughafen kauften und verteilten, wurden wir von den Kieler Borussen gefunden, mit denen wir dann noch ein Getränk zu uns nahmen. Etwas Spannung kam auf, als bis 3 Minuten vor Abfahrt nicht angezeigt war, von welchem Gleis der Zug zum Flug abfahren wird. Als das dann endlich klar war, gab es einen kleinen Sprint zum Gleis, aber alles ging gut und alle kamen mit. Am Flughafen gab es endlich mal wieder was zu trinken, bevor wir den Heimflug antraten.
Nach einem wieder nur anderthalbstündigen Flug kamen wir gegen Mitternacht wohlbehalten in Schönefeld an und begaben uns recht schnell auf den Heimweg, der ein oder andere musste schließlich am nächsten Morgen wieder früh raus. Marcy, Napi, der Präsi und ich erwischten einen fussballbegeisterten Taxifahrer, der sich im deutschen wie im Weltfussball bestens auskannte, und so wurde es eine sehr kurzweilige Fahrt nach Hause.

Heimsieg im Oly 2015 – Teil 2

Hertha – Borussia 1:4 , Bundesliga, 31.10.2015

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Ich weiß ja nicht ob Ihr es wusstet, aber bei Hertha gewinnen ist ja doch irgendwie jedes Mal schön. Da bekommt man einfach den Glaube an das Gute in der Welt ein Stück weit zurück.

Die ersten Borussen enterten unser Spree-Eck bereits Freitag Nachmittag. Es sollen wohl ein paar kleine Getränke mit Schaumkrone konsumiert worden sein, so das manch einer (oder manch eine) den Abend tanzend auf einem Tisch verbringen musste 🙂 Auch unser neues Banner war ganz in der Vorfreude auf das Spiel gefangen, und tourte noch ein bisschen durch Berlin.

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Am Samstagvormittag zeigte DJ Lenin deutliche Spuren des Vorabends. Es dauerte, bis er mit seinem ebenfalls noch indisponierten Ersatz-DJ die Musike ins laufen brachte. Letzterer durfte dann auch mal kurz ran und sorgte gleich für den nächsten Hänger (oh weh…).

Ein lieber Gruß geht aber an das nette Grüppchen auf der Tanzfläche, denen mein Ausflug auf das schöne Feld korrekter Musik zwischen den Sex Pistols und den Ramones gefiel. Hey ho – let´s go!

Unterdessen hatten sich schon wieder hunderte Borussen eingefunden. Eine große Zahl tummelte sich bei schönstem Spätoktober-Wetter vor dem Ratskeller, so dass ich über die Besucherzahl keine verlässliche Aussage machen kann. Die Stimmung war gut, die anwesenden Ordnungshüter entspannt. Und die Jungs vom Filmteam „Ferne Liebe“ hatten reichlich Motive zur Auswahl.

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Im Stadion hatte dann Sottocultura wieder einmal nett Ihr Banner neben unseres gehängt und etwas sehr grün ausgeatmet. Cheers Boys!

Spielverlauf war dann derart optimal, dass der in Berlin leider immer mal schwache Support ein eher guter war. 7000 Borussen in bester Laune, gegenüber eher Staunen.

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Aftermatch im Ratskeller waren dann alle seelig. Eine gewisse Feiermüdigkeit konnte zum Ende aber schon festgestellt werden. Aber das kann ich schon ertragen 🙂

Grüße an die ausgezeichneten Sauerland-Powerland´85, an Connection MG und an die Newcomer von „07Fohlen11“ Stuttgart.

Fazit: Weiter so!

HEIMSPIELPARTY Halloween 2015

Samstag, 31.10.2015, ab 11 Uhr bis open end

Ratskeller Spandau (direkt gegenüber Bhf. Spandau)

Heimspielparty 2015

Nachdem wir Spreeborussen an der großen Party auf dem RAW-Gelände im Mai nur als Helfer aber nicht als Ausrichter beteiligt waren, bieten wir zum Heimspiel bei Hertha dieses Mal wieder unsere bewährte Party im Ratskeller Spandau.

In Nahdistanz zum Olympiastadion gibt es wieder von 11 Uhr bis open end unsere Party mit Live DJs und Borussenmusike 🙂

Der Eintritt zur Party ist selbstverständlich frei.

Kleine Spenden in das Sammelschwein für den Aufwand sind aber willkommen. Es besteht Rauchverbot, es wird aber wieder eine Raucher-Lounge geben. Das Mitbringen von Getränken jeder Art in den Ratskeller ist untersagt. Der Treppenbereich als Fluchtweg muss frei bleiben.

Getränke: Pils, Alt (0,5l) für 3,00 €.

Essen: Hausmannskost… Bouletten und Würstchen.

Spree-Eck:  Natürlich ist das Spree-Eck (Tegeler Weg 24, Charlottenburg), legendäres Clublokal der Spreeborussen, von Freitag bis Sonntag wie gewohnt geöffnet und versorgt mit Alt, Pils, Würstchen und belegten Schrippen. Zudem gibt es die Sky-Übertragung für alle Nichtstadiongeher.

Verbindungen + Fahrzeiten

  • Rathaus Spandau → Olympiastadion in 7 min und 3 Stationen mit S5.
  • Rathaus Spandau → Spree-Eck mit U7 in 13 min alle 5 min, nachts durchgehend alle 15 min.

Die Spreeborussen kommen ins Kino

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Seit Anfang der Saison laufen die Dreharbeiten zu „Ferne Liebe“ dem Filmprojekt von Martin Zeising. Der Film beschreibt das Leben und Leiden der Hauptstadt-Fanclubs von Fortuna Düsseldorf, dem VfB Stuttgart, Borussia Mönchengladbach, dem SC Freiburg, Arminia Bielefeld, dem VfL Bochum, dem 1.FC Kaiserslautern und dem 1.FC Nürnberg und anderen. Ein halbes Jahr werden die Fanclubs bei ihren Aktivitäten begleitet. Borussia wird natürlich von uns Spreeborussen repräsentiert.

Köln-Borussia

Die Dreharbeiten werden noch bis in den Januar 2016 dauern. Nach Post-Produktion und Fertigstellung wird der Film zunächst auf Festivals und bei den teilnehmenden Fanclubs gezeigt. Die Realisation des Films wird über den Förderpool PFiFF (Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur) der Deutschen Fußball Liga (DFL) gefördert. Die DFL hat weder in der Konzeption, noch in der Umsetzung Einfluss auf Inhalte des Filmes genommen.

Link zum Film „Ferne Liebe“: www.exilfans.de oder beim Fratzenbuch: www.facebook.com/ferneliebe

Haake Beck und Frikadellen

Bremen Auswärts, 30.08.15

Bremen war früher irgendwie angenehmer. Der Auswärtsblock sorgt allenthalben dank scheiß Sicht und glitschiger Betonstufen für „Mundwinkel nach unten“. Alex und ick gönnten uns daher Sitzplatz. Der Preis von 48€ versprach dann auch eine VIP-Loge mit Lachsschnittchen und Single Malt.

Die Anreise verlief gewohnt feuchtfröhlich in Gesellschaft von rund 20 Spreebos und 2 Berliner Fohlen. Nur die DB schaffte mit der mittlerweile traditionellen Verspätung etwas Unbehagen.

Bremen 2015

In HB ging es in die übliche Ecke nahe Taubenschlag. Letzterer ist seit Jahren ja immer derart überlaufen, dass die Alternativen an der Kreuzung von uns immer schon direkt angesteuert werden.

Nach der ersten „Hallo“-Runde ging ick mit Alex auf Weser-Spaziergang. In einem netten, noch nicht allzu vollen Biergarten am Wasser machten wir halt. Es gab eine nette Speisekarte… allerdings nur für den Abend. Zu essen gab es nur Frikadellen. Kalt! Willkommen in Bremen 🙂 Immerhin schmeckte das leckere Haake Beck.

Im Stadion war der Sitzplatzblock wie zu erwarten eine Enttäuschung. Hauptsache fan zahlt. Aber mit unserem Suchtverhalten sind wir halt willige Opfer.

Stimmung war auch nicht grade prall, nebenan im Stehblock allerdings erträglich.

Spielverlauf? Ach nöööö… lest den Kicker oder so. Verlieren hätten wir aber nicht müssen. Die Jungs sind halt momentan total von der Rolle.

Nach Fußmarsch und Taxi am Hbf. angekommen brach dann wieder das Bahnchaos aus. Zug fällt aus! Und nun? DK ganz aufgeregt, Silke durchgeschwitzt, alle ratlos. Letztlich fuhren wir mit dem Metronom nach HH und von dort wieder in die einzig wahre schöne Stadt mit warmen Buletten.

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Fazit: Alle Jahre wieder….

Spreebos in der Königsklasse

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In Monaco wurde am heutigen Donnerstagabend die Gruppenphase der UEFA Champions League ausgelost. Borussia trifft in Gruppe D auf Juventus Turin, Manchester City und FC Sevilla.

Spieltermine

  1. Spieltag: Dienstag, 15. September, 20.45 Uhr: FC Sevilla – Borussia
  2. Spieltag: Mittwoch, 30. September, 20.45 Uhr: Borussia – Manchester City
  3. Spieltag: Mittwoch, 21. Oktober, 20.45 Uhr: Juventus – Borussia
  4. Spieltag: Dienstag, 3. November, 20.45 Uhr: Borussia – Juventus
  5. Spieltag: Mittwoch, 25. November, 20.45 Uhr: Borussia – FC Sevilla
  6. Spieltag: Dienstag, 8. Dezember, 20.45 Uhr: Manchester City – Borussia

Boykott des Spiels beim FC

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Die Spreeborussen´86 Berlin empfehlen den Fanboykott zu unterstützen, um damit ein fanpolitisches Zeichen zu setzen.

Allerdings stellen wir klar, dass es jedem Mitglied unseres und anderer Fanclubs sowie jedem einzelnen Borussen freisteht, sich zu beteiligen oder nicht. Eine Spaltung der Fanszene darf und wird es nicht geben.

Aber erst einmal, worum geht’s eigentlich?

– Die Karten aus dem Gästekontingent gehen nicht in den freien Verkauf.

– Das Gästekontingent geht ausschließlich an Mitglieder der Borussia und/oder des FPMG Supporters Clubs sowie an offiziell eingetragene Fanclubs von Borussia Mönchengladbach.

– Der Bewerber für eine Eintrittskarte muss der spätere Nutzer der Karte sein – eine Weitergabe an Dritte ist untersagt – das Ticket verliert seine Gültigkeit in Händen Dritter. Eine nachträgliche Änderung des Namens ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich!

–  Am Spieltag werden durch den Ordnungsdienst von Borussia unmittelbar vor dem Stadionzutritt alle Nutzer mit den Bewerberdaten für die Eintrittskarte abgeglichen. Hierfür ist ein Ausweisdokument (Lichtbildausweis, Führerschein etc.) zusammen mit der Eintrittskarte vorzuzeigen. Erst nach Übereinstimmung wird der Zutritt ins Stadion gewährt. Sollte keine Übereinstimmung vorliegen, verliert das Ticket seine Gültigkeit und wird entwertet. Eine Kostenerstattung des bezahlten Entgeltes kann der Käufer nicht verlangen. (  http://www.mitgedacht-block.de )

Ferner willigt ein potentieller Käufer eines Tickets ein, dass seine Daten auf Nachfrage der Polizei mitgeteilt werden. Wir sehen darin eine eklatante Aushöhlung des Datenschutzes und unseren Verein zum Helfer der Staatsmacht degradiert.

Und wofür werden Borussen eigentlich bestraft? Waren es nicht Kölner „Fans“, die bei unserem letzten Heimspiel den Platz stürmten und waren es nicht Borussen, die sehr besonnen darauf reagiert haben?

Die Strafe bekommen aber wir zu spüren. Unser  10%iges Kartenkontingent wurde reduziert. Und nicht, dass diese Plätze frei bleiben, nein, der FC kann sie an Kölnfans verkaufen. Der Rest wird personalisiert.

Schöne Strafe, die aber auch zeigt, dass es hier nicht um dieses eine Spiel geht, sondern dass es sich hierbei um einen Testballon für ein weiteres Vorgehen von Politik, Polizei und Verbänden handelt.

Es ist richtig und wichtig Zeichen gegen Gewalt zu setzen, nur zeigt die Erfahrung, dass mit Mitteln der Repression genau das nicht erreicht wird.

Wie sollen in Zukunft Auswärtstouren geplant werden können, wenn vorab nur noch personalisierte Karten verkauft werden dürfen?

Was ist mit plötzlich erkrankten Borussen, die ihre Karten nicht weitergeben können?

Was mit denjenigen, die sich spontan entscheiden, ein Spiel besuchen zu wollen?

Nein, die Maßnahmen gehen gegen die gesamte Fanszene und -kultur und deswegen muss es ein sichtbares Zeichen geben.

Von denen, die eine skeptisch bis ablehnende Haltung zum Boykott haben, ist zu hören:

„Wir schaufeln damit unser eigenes Grab – Wir unterstützen und solidarisieren uns damit mit Gewalttätern – Politiker und Sportfunktionäre haben dann erreicht was sie wollten, wir bleiben weg – Es gibt doch international auch schon personalisierte Karten“ und ähnliches.

Sicherlich sind das ernstzunehmende Argumente, aber wird nicht genau anders herum „ein Schuh daraus“?

Es ist eben nicht so, dass ein Boykott dazu führt, dass sich  Politiker und Sportfunktionäre darüber freuen können, dass die Szene weg bleibt und sie deshalb noch weitergehende Maßnahmen einführen können.

Ein Boykott ist vielmehr ein Zeichen an die Herren Verantwortlichen, „Nicht mit uns“

Wir kämpfen um das Recht, unsere Mannschaft ohne Einschränkungen begleiten zu dürfen.

Natürlich weiß niemand, ob diese Art des Protestes letztlich etwas bringt, aber gar nichts zu tun, die neuen „Maßnahmen“ einfach so hinzunehmen, bringt auf jeden Fall nichts.

Dank für den Text an Vengo

Bustour zum Pokalspiel bei St. Pauli

Spreebo-Bus-PauliDFB Pokal 1. Runde St. Pauli-Borussia am 10.8.2015, Ergebnis 1:4

Da die DFL unser Spiel in Hamburg als Topspiel der ersten Runde auserkoren hat – was niemanden wirklich verwundert hat – kam nur eine Bustour aus Berlin in Frage, da man ansonsten zu so später Stunde nicht mehr zurück nach Berlin gekommen wäre. Diese Tour zu organisieren und den Bus zumindest so voll zu kriegen, dass die Kosten für diesen gedeckt und der Preis für die Mitfahrer trotzdem nicht allzu hoch ist, war tatsächlich gar nicht so einfach. War wohl dem Montag-Termin geschuldet. Sei es drum, es ist gelungen und so machten wir uns um Punkt 14 Uhr mit insgesamt 42 Spreeborussen, Fläming-Fohlen 99 und Freunden, darunter auch mal wieder zwei Berliner Fohlen, auf den Weg nach St. Pauli.

Alex, unser Busfahrer, steuerte uns auf einer wieder sehr kurzweiligen Hinfahrt gewohnt sicher durch diverse Staus zum Ziel, um kurz vor 19 Uhr parkte er den Bus in der Helgoländer Allee nahe der Reeperbahn, einen Parkplatz für Gästebusse gibt’s am Millerntor leider nicht und das nahegelegene Heiligengeistfeld war durch den „Dom“ belegt.

So machten wir uns zu Fuss auf den kurzen Weg Richtung Stadion, bahnten uns den Weg durch mehrere sich vor uns aufbauende Polizeiketten zum „Jolly Roger“ und weiter zum Gästeeingang am Stadion. Dort trafen wir dann auf viele bekannte Gesichter und liebe Freunde, und nach den üblichen Begrüßungszeremonien ging es dann auch alsbald ins Stadion, durch angenehm lockere Einlasskontrollen direkt zum ersten Bierstand, es war ja schließlich sehr warm und bei großer Hitze soll man bekanntlich viel trinken. Das neue Stadion der Paulianer fand ich persönlich ganz schick, man hat ihm trotz des Neu- bzw. Umbaus einen gewissen Charme erhalten können. Nett auch vom gastgebenden Verein, vor Spielbeginn „Die Elf vom Niederrhein“ für uns einzuspielen.

Das Spiel unserer Borussia war in der ersten Halbzeit noch nicht so berauschend, aber noch waren trotz 1:0-Rückstand zur Pause alle ziemlich optimistisch, und das – wie man dann in der zweiten Halbzeit sehr schnell merkte – völlig zu Recht. Stindl und Traore sorgen in der 54. bzw. 56. Minute für große Glückseligkeit im Block und dafür, dass ich und so ziemlich alle anderen um mich herum zwei Bierduschen innerhalb von zwei Minuten abbekamen – so ist Borussia und so macht das Spass!! Beim zweiten Tor von Lars Stindl in der 67. und dem Tor von Hazard zum 4:1-Endstand in der 86. Minute waren die Becher dann schon alle relativ leer, so dass man dann ohne weitere Dusche davonkam.
So zog Borussia letztlich doch souverän in die zweite Runde des DFB-Pokals ein und wir sind gespannt, wen uns Felix Neureuther am Freitagabend als nächsten Gegner zulosen wird.

Glücklich machten wir uns dann alsbald auf den Weg zurück zum Bus, und um kurz nach 23 Uhr hatten wir dann alle Mitfahrer wieder beisammen und konnten starten. Nach knapp 4 Stunden, welche von den meisten verschlafen wurden, waren wir wieder in Berlin und eine klasse Pokal-Tour war vorbei. Danke an alle Beteiligten, es hat mal wieder richtig Spass gemacht mit euch.

Bus nach St. Pauli

Die Spreeborussen´86 organisieren in Zusammenarbeit mit dem FPMG-Regionalbetreuer Nordost eine Busfahrt zum Pokalspiel nach Hamburg-St. Pauli am Montag, 10. August, und haben noch ein paar Plätze (mit Karte fürs Spiel) frei im Bus.

Der Preis für die Fahrt beträgt 30 Euro pro Person, Kartenpreis 15 Euro (Stehplatz Gäste).

Treffpunkt am 10.8. ab 13.30 Uhr am Bhf Südkreuz, Abfahrt ist pünktlich um 14 Uhr.

Zurück geht’s direkt nach dem Spiel, hoffentlich so gegen 22:45 Uhr, spätestens 0:00 Uhr

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