{"id":371,"date":"2012-12-15T18:39:22","date_gmt":"2012-12-15T18:39:22","guid":{"rendered":"http:\/\/spreeborussen86.de\/wp\/?p=371"},"modified":"2012-12-15T18:39:22","modified_gmt":"2012-12-15T18:39:22","slug":"spreeborussen-versammlung-am-bosporus-oder-kann-man-die-servietten-essen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/?p=371","title":{"rendered":"Spreeborussen-Versammlung am Bosporus oder: Kann man die Servietten essen?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Euroleague Fenerbace Istanbul &#8211; Borussia am 6.12.2012 (0:3)<\/strong><\/p>\n<p>Mittwochs um halb 6 Uhr morgens, klingelt der Wecker. Das \u00fcbliche Prozedere im Bad und dann mit gepackter Tasche zur Arbeit. Der Countdown l\u00e4uft. Irgendwie geht heute alles viel leichter von der Hand, die Stunden fliegen dahin und schon ist es Zeit, die Arbeit ruhen zu lassen und sich an der Tram-Haltestelle mit Silke zu treffen. Vorher noch einen schnellen Kaffee in Leons Backstube, vom Chef selbst kredenzt, der Fener-Fan ist und gern mit uns mitkommen w\u00fcrde. Gute W\u00fcnsche von ihm auf den Weg und ab nach \u2013 nee, nicht BER, sondern immer noch SXF. Bald war die Spreebo-Reisegruppe (Ost) versammelt und man checkte ein. Fast zeitgleich traf sich die zweite Spreebo-Reisegruppe (West) in TXL. In Sch\u00f6nefeld traf man auch noch einige andere Borussen mit gleichem Ziel, die gro\u00dfe Stadt am Bosporus. Erste lustige Begebenheit war der Besuch einer Raucherlounge in einer menschenleeren Abflughalle. 6 Leute hatten bequeme Stehpl\u00e4tze, als ein siebter dazu kam, wurde es eng. Die T\u00fcr dieses Glaskastens war \u00fcbrigens im Western-Stil nur etwa schulterhoch \u2013 sehr intelligente Bauweise, um die Nichtraucher zu sch\u00fctzen).<br \/>\nDer Flieger war p\u00fcnktlich, und nach verd\u00f6sten knappen 3,5 Stunden landeten wir am Flughafen Istanbul Sabiha G\u00f6k\u00e7en in Asien. Mit uns kamen fast zeitgleich auch Fanprojekt-Flieger aus D\u00fcsseldorf an und es gab ein gro\u00dfes Hallo in der Vorhalle. Nachdem wir uns dann endlich wieder versammelt hatten, suchten wir den Bus zum Taksim-Platz, dr\u00e4ngelten uns im wahrsten Sinne des Wortes rein und dachten, nun geht\u2019s schnell Richtung Hotel. Denkste! Wir brauchten f\u00fcr die eigentlich halbst\u00fcndige Fahrt 1,5 Stunden, Stau fast vom Flughafen an. Irgendwann angekommen, stiegen wir erst in die Metro und dann in die Stra\u00dfenbahn-Linie 1, nachdem wir die Beschaffung der Fahrchips (wie beim Autoscooter) verstanden hatten. So erreichten wir dann relativ z\u00fcgig unser Hotel. In unserem warteten schon Suse und Tochter Steffi, kurz frisch machen und dann ab auf die Piste, die anderen suchen. Treffpunkt war die Galatabr\u00fccke. Zumindest die H\u00e4lfte der Br\u00fcckenkneipen waren in Gladbacher Hand. In der Bar \u201eSirena\u201c trafen wir dann auf einen gro\u00dfen Teil der Spreebos und viele andere bekannte \u201eNasen\u201c. Wenn man sich anfangs noch vorgenommen hatte, etwas zu essen \u2013 nach dem dritten Bier war das vergessen und der Hunger weg. Es wurde ein l\u00e4ngerer Abend mit vielen Efes, einigen Raki und irgendwann doch auch noch einem kleinen Imbiss. Gegen Morgen machten wir uns auf den Weg zur\u00fcck ins Hotel, um uns zur Ruhe zu begeben.<\/p>\n<p>Nikolaus-Euro-Spieltag klingelte wieder der (Handy-)Wecker. Diesmal erst kurz vor 9 Uhr, aber es gab ja nur bis 10 Uhr Fr\u00fchst\u00fcck. Und wirklich, als ich mir 10 Minuten vor 10 noch ein paar W\u00fcrstchen und R\u00fchrei holen wollte, waren zumindest die Zangen und L\u00f6ffel schon abger\u00e4umt. Na ja. W\u00e4hrend Silke danach noch ein wenig Schlaf nachholte, machte ich mich mit Suse und Steffi auf, ein wenig durch die Altstadt zu bummeln. Es wurden dann 2 Stunden Power-Shopping. Aber man ist ja \u201ehartgesotten und leidgepr\u00fcft\u201c.<\/p>\n<p>Nun aber los! Silke abholen, umziehen und ab ins \u201eSirena\u201c zur Spreeborussen-Nikolaus-Versammlung und Vorgl\u00fchen. Also Versammlung ist dann doch etwas zu viel gesagt, aber es waren 26 (!) Spreebos versammelt und es wurde ausreichend \u00fcber Fahrten, Karten und Spreebo-Events sinniert. Dann wurde es irgendwann Zeit, zu den vom Fanprojekt organisierten Dampfern zu gehen. Es wurde eine sch\u00f6ne Lichterfahrt, ca. 1,5 Stunden von Galata auf dem Bosporus bis zur gro\u00dfen Bosporus-Br\u00fccke und dann zum Anleger auf der asiatischen Seite Istanbuls. Es wurde viel gelabert und die Zeit f\u00fcr ein Gruppenfoto genutzt. Leider hatte der Regengott gerade wieder Dienst, so dass es an Deck und beim Marsch zum Stadion recht ungem\u00fctlich war.<\/p>\n\n<p>Nachdem wir uns dann alle einzeln durch ein winziges Tor zum Stadioneingang gezw\u00e4ngt, Kleingeld und Feuerzeuge abgegeben und einen oder zwei Schokoriegel empfangen hatten, standen wir endlich im Oberrang. Das Spiel war kurzweilig. Da es ja um nichts mehr ging, konnten sich auf dem Platz auch mal die Spieler zeigen, die sonst eher im Hintergrund agieren. Und das machten sie richtig gut. Wir auf den R\u00e4ngen waren den Fener-Fans ebenb\u00fcrtig und unsere Jungs auf dem Rasen 3 Tore besser. Ein wirklich sch\u00f6ner internationaler Jahresabschluss. Nachdem dann unsere Gastgeber alle schon zu Hause waren, durften wir auch endlich den Block verlassen, gingen zu unseren Dampfern und fuhren wieder, diesmal auf der Kurzstrecke, zur Galatabr\u00fccke, wo man den Abend oder die Nacht in verschiedenen Kneipen der Altstadt ausklingen lie\u00df, getreu dem sch\u00f6nen neuen Lied \u201eWir versaufen unser Geld &#8211; in den Kneipen dieser Welt \u2013 International\u2026\u201c<br \/>\nAm Freitag war das Wetter nicht besser. Das sollte uns aber nicht abhalten, doch einige Sehensw\u00fcrdigkeiten zu besichtigen. Erstmal die ersten Heimfahrer verabschieden und dann ab ins Get\u00fcmmel, nicht ohne einen \u201e5-TL-Touri-Regenschirm\u201c gekauft zu haben. Los gings \u2013 Topkapi-Palast. Nur Schulklassen, na ja, man ignorierte den L\u00e4rm und nutzte immer geschickt die kleinen L\u00fccken zwischen zwei Gruppen. Toll \u2013 Akku vom Foto alle. Da man aber eh etwas durchgeweicht und kalt war, ging es f\u00fcr eine kurze Pause zum Aufladen (Foto + wir) ins Hotel. Dann wieder los, kleiner Imbiss in unserer \u201eStammkneipe\u201c, danach zum Gro\u00dfen Basar und sp\u00e4ter am Abend Treffen mit Biggi und Werner zum Abendessen. In einer kleinen Seitenstra\u00dfe, fernab vom Touri-Trubel, fanden wir einen kleinen Laden, die Speisen in der Auslage sahen gut aus, also rein. Wir waren die einzigen G\u00e4ste, suchten uns Vorspeisen und Hauptgerichte aus und lie\u00dfen es uns gut gehen. Nat\u00fcrlich kam zum Vorspeisenteller auch ein Brotkorb. Auf diesem lag, sch\u00f6n gefaltet, f\u00fcr jeden eine Serviette. Dachte ich. Also, die erste genommen und wollte sie Silke reichen, aber Moment??!! So mehlig?? Ups, das ist ja ein ganz d\u00fcnnes Fladenbrot. Gekostet \u2013 und stimmt, die Flie\u00dfserviette ist wirklich zum essen. Die anderen am\u00fcsierten sich pr\u00e4chtig und den Rest des Wochenendes musste ich mir immer wieder die Frage gefallen lassen, ob ich nicht auch meine Serviette kosten m\u00f6chte. Wer den Schaden hat\u2026<\/p>\n<p>Am Samstag schien endlich mal die Sonne. Bestes Wetter, also raus, Fotos schie\u00dfen und die Stadt erobern. Als erstes in den Untergrund, die unterirdische Basilika-Zisterne anschauen. Gigantisch! Viele riesige S\u00e4ulen, Medusa- und Wunschs\u00e4ule, Fische im Wasser und James-Bond-Feeling, der da schon mal durchgerudert ist. Wieder oben und einen t\u00fcrkischen Kaffee sp\u00e4ter stie\u00dfen wir auf Theo, kurz darauf auch auf Biggi und Werner, und es ging weiter mit der Blauen Moschee innen und der Hagia Sophia au\u00dfen. Bei einer kurzen Rast in unserer \u201eStammkneipe\u201c stie\u00dfen dann auch noch auf Ralle und Tillemann zu uns, gemeinsam ging es dann weiter \u00fcber die Galatabr\u00fccke zum Galataturm. Der steile Aufstieg erinnerte ein wenig an Marseilles Notre-Dame. Leider standen zu viele Leute dort an, so dass wir uns die Turmbesteigung ersparten. Wir schlenderten weiter \u00fcber eine riesige Shoppingmeile zum Taksim-Platz und machten uns von da aus durch dunkle und steile Gassen und Treppen auf den R\u00fcckweg. Schlie\u00dflich mussten Tillemann und Ralle zur\u00fcck zum Hotel und dort zu ihrem Transfer zum Flieger nach Hause. Wir schlossen den Abend mit leckerem Kebap und einigen Efes in unserer \u201eStammkneipe\u201c ab.<\/p>\n\n<p>Treffen am Sonntag fr\u00fch um 9 Uhr, der von Werner organisierte Privattransfer zum Flughafen war p\u00fcnktlich und so ging es stau- und stressfrei und sehr bequem zum Flughafen. Nach zollfreiem Einkauf sa\u00dfen wir bald im Flieger zur\u00fcck nach Berlin-SXF. Es wurde noch \u00fcberlegt, ob man das Spiel gegen Mainz im Eck guckt oder doch zu Hause. Es sollte ganz anders kommen. Landeanflug auf Sch\u00f6nefeld, aber der Flieger wollte und wollte nicht so recht sinken. Komisch. M\u00fc\u00dften wir nicht so langsam runter? Der Pilot meldet sich zu Wort und erkl\u00e4rt uns, dass beide Berliner Flugh\u00e4fen derzeit wegen starkem Schneefall geschlossen sind und wir erstmal warten, ob sich an der Lage was \u00e4ndert. Also kreisten wir \u00fcber Berlin. 10 Minuten sp\u00e4ter entschloss sich der Pilot wegen Spritmangel, nach Hannover auszuweichen. Toll, wat solln wa denn da? Landung dort klappte trotz Schnee. Und dann sa\u00dfen wir da, ncihts mit Aussteigen, Bahn fahren oder so. Sitzen, tanken, sitzen und warten. Man, tat mir der Arsch weh! Dann gings wieder zur\u00fcck nach Sch\u00f6nefeld. Landeanflug 2. Versuch. Abw\u00e4rts gings durch die Schneewolken, wir sahen schon fast die Landebahn, und \u2026 denkste! Durchstarten und noch eine knappe Stunde kreiseln \u00fcber Berlin. Aller guten Dinge sind 3. Wir durften dann also doch noch landen und die Odyssee hatte ein Ende. Ein erlebnisreicher internationaler Fussballtrip ging zu Ende. Was bleibt, ist die Frage, ob man die Servietten im Eck auch essen kann\u2026<\/p>\n<p><em>Geschrieben von Silke und Neumi im Dezember 2012<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Euroleague Fenerbace Istanbul &#8211; Borussia am 6.12.2012 (0:3) Mittwochs um halb 6 Uhr morgens, klingelt der Wecker. Das \u00fcbliche Prozedere im Bad und dann mit gepackter Tasche zur Arbeit. Der Countdown l\u00e4uft. Irgendwie geht heute alles viel leichter von der Hand, die Stunden fliegen dahin und schon ist es Zeit, die Arbeit ruhen zu lassen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-371","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fahrtenberichte"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=371"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/371\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}