{"id":403,"date":"1996-10-15T18:54:10","date_gmt":"1996-10-15T18:54:10","guid":{"rendered":"http:\/\/spreeborussen86.de\/wp\/?p=403"},"modified":"1996-10-15T18:54:10","modified_gmt":"1996-10-15T18:54:10","slug":"rotterdam96","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/?p=403","title":{"rendered":"Rotterdam\u00b496"},"content":{"rendered":"<p><strong>Feyenoord-Borussia , Europapokal der Pokalsieger 95\/96<\/strong><\/p>\n<p>Um 5 Uhr ging f\u00fcr mich der Tag los, und um 7 sa\u00df ich mit Theo im Zug nach MG. Dort angekommen, konnten wir gleich unseren Tirol-Elmar einsammeln. Nach einem Besuch am Eickener Markt, wo wir uns mit fl\u00fcssiger und fester Nahrung st\u00e4rkten, ritten wir wieder in den Hbf ein.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wurden wie immer alle bekannten Gesichter begr\u00fc\u00dft, und das kann ja bekanntlich recht lange dauern bei uns. Man erklomm also schlie\u00dflich den ersten Fanprojekt-Zug (von 24 Std. die so ein Tag ja angeblich haben soll sa\u00df ich locker 12 in einem Zugabteil), wo man w\u00e4hrend der Fahrt vom \u201eRadio Niederrhein\u201e unterhalten wurde. Jemand hatte also das Zug-Mikro erobert. Neben diversen Spr\u00fcchen unterhalb der geistigen Verwesungsgrenze, sowie reichlich Anti-Holland-Stimmungsmache, konnte man auch noch Leuten beim Pullern zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/spreeborussen86.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Elma-Theo-im-Zug-nach-Rotterdam-1996.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-405\" src=\"http:\/\/spreeborussen86.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Elma-Theo-im-Zug-nach-Rotterdam-1996-300x206.jpg\" alt=\"Elma+Theo (im Zug nach Rotterdam 1996)\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hinter der Grenze kam der Zug dann \u00f6fter zum Stehen, was gewisse Zeitgenossen dazu nutzten die Landschaft und deren Eingeborenen mit diversen Wurfgeschossen aller Art einzudecken. Besonders beliebt: Notbremse ziehen, raus auf\u00b4n Gleisk\u00f6rper, Steine aufsammeln, weiterfahren, wieder Notbremse (diesmal an Bahn\u00fcberg\u00e4ngen), und raus mit der Schei\u00dfe auf die am \u00dcbergang wartenden PKW\u00b4s ! So ging\u00b4s die ganze Strecke, und auch bei den beiden uns nachfolgenden Z\u00fcgen war\u00b4s nicht anders. Unser Mimi aus Zehlendorf, den wir damals leider noch nicht kannten, sah gar ganze Klos aus den Fenstern fliegen. Eigentlich hie\u00df es ja, dass ab Venlo die NL-Cops zusteigen w\u00fcrden, aber da hatte sich wohl wer verplant.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/spreeborussen86.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Rotterdam-96.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-404\" src=\"http:\/\/spreeborussen86.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Rotterdam-96-300x205.jpg\" alt=\"Rotterdam 96\" width=\"300\" height=\"205\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Stadion in Rotterdam glich jedoch einer Festung. Gro\u00dfaufgebot der Cops. F\u00fcr uns wurde ein Korridor aus Bullen-Wagen vom Bahnhof zum Stadioneingang hin gebaut. Drinnen wurde dann auf\u00b4s \u00fcbelste gep\u00f6belt, und besonders unten links wo wir standen, gab es regen Austausch von Wurfgeschossen. Na fein, erstmal die Spreeborussen-Mini-Fahne angehangen und sich die \u00d6rtlichkeit genauer betrachtet: Nix vern\u00fcnftiges zu trinken, keine Programmhefte oder sonstige souvenirtr\u00e4chtige Dinge.<\/p>\n<p>Rein sportlich blieb das Weiterkommen leider nur ein Traum, doch von der Stimmung her war\u00b4s mit das geilste war ich je erlebt habe. Jeder, wirklich jeder war am singen. Kein Wunder: Es waren ja fast auch nur Allesfahrer und Hardcores dabei. Die Feyenoords jedoch pr\u00e4sentierten sich typisch sitzplatzgesch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Nach Spielende hie\u00df es dann noch gut 90 min. im Block zu warten. Unsere Freunde der dritten Halbzeit versuchten derweil auf\u00b4s heftigste den Ausgang zu st\u00fcrmen, war auch fast gelang. Danach nahmen sie die sanit\u00e4ren Einrichtungen auseinander, und gingen Klot\u00fcr voran auf die Cops. Diese kn\u00fcppelten nicht schlecht zur\u00fcck, und gaben auch gerne Unbeteiligten mal eben gerne einen dr\u00fcber. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren das die Jungs vorher gut in ihrer eigenen Drogenszene zugeschlagen hatten.<\/p>\n<p>Dann ging\u00b4s endlich zu den Z\u00fcgen zur\u00fcck. Einer der Z\u00fcge war so zerst\u00f6rt, das man ihn gar nicht mehr einsetzte, und so wurden wir einfach in den Zug vom \u201eFirst\u201c Reiseb\u00fcro getrieben. Theo besorgte uns dann, mit seiner ihm eigenen Art (einer alten Dame war schlecht, und er will nur etwas Mineralwasser), aus dem dort vorhandenen Bistro ein paar Flaschen Diebels, die wir erstmal richtig einatmeten.<\/p>\n<p>In MG total \u00fcberm\u00fcdet angekommen, wollte ich dann nur noch schnell in mein Heiabettchen. Ich hatte den Hbf. auch schon fast verlassen, da gab\u00b4s hinter mir ordentlich Geschrei. Alles sprintete an mir vorbei. Kein Wunder, denn der BGS wollte wohl endlich Feierabend machen und kn\u00fcppelte recht derbe und wahllos in die Menge. Ich legte also einen gepflegten Sprint ein, und sah beim Umdrehen gerade noch wie Theo richtig einen abkriegte. Wir blieben nun also noch eine Weile, machten Fotos, diskutierten mit dem Gruppenleiter.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/spreeborussen86.de\/wp\/wp-content\/uploads\/1996\/10\/1996-Rotterdam-Collage.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-460\" src=\"http:\/\/spreeborussen86.de\/wp\/wp-content\/uploads\/1996\/10\/1996-Rotterdam-Collage-300x209.jpg\" alt=\"1996 - Rotterdam Collage\" width=\"399\" height=\"278\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fazit: Trotz vieler negativer Dinge, war\u00b4s doch eine Fahrt die ich sicher nie vergessen werde. Soetwas erlebt man nicht alle Tage.<\/p>\n<p>Robert<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Feyenoord-Borussia , Europapokal der Pokalsieger 95\/96 Um 5 Uhr ging f\u00fcr mich der Tag los, und um 7 sa\u00df ich mit Theo im Zug nach MG. Dort angekommen, konnten wir gleich unseren Tirol-Elmar einsammeln. 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