{"id":803,"date":"2015-11-05T19:07:14","date_gmt":"2015-11-05T18:07:14","guid":{"rendered":"http:\/\/spreeborussen86.de\/wp\/?p=803"},"modified":"2015-11-05T19:07:14","modified_gmt":"2015-11-05T18:07:14","slug":"zurueck-nach-turin","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wp12798483.server-he.de\/?p=803","title":{"rendered":"Zur\u00fcck nach Turin"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"color: #008000;\"><em>Championsleague-Gruppenspiel Juventus Turin &#8211; Borussia 21.10.2015 (0:0)<\/em><\/span><\/strong><\/p>\n<p>Mein erstes Mal Turin war im November 1989, UEFA-Cup-Achtelfinale mit dem FC Karl-Marx-Stadt gegen Juventus. Damals gewann Juve knapp mit 2:1, das sollte mir mit Borussia nicht nochmal passieren.<\/p>\n<p>Dienstag morgen, nach einem guten Fr\u00fchst\u00fcck, machten Neumi und ich uns auf den Weg nach Sch\u00f6nefeld. Wir waren sozusagen das Spreeborussen-Vorauskommando und landeten nach gerade mal 1 Stunde und 25 Minuten Flugzeit am fr\u00fchen Nachmittag auf dem Flughafen Mailand Malpensa. Einer der Flugbegleiter outete sich als M\u00f6nchengladbacher, aber Bolten oder sonst irgendein Alt hatte er nach eigenem Bekunden leider trotzdem nicht an Bord. Stattdessen spendierte er uns aber beim Aussteigen noch zwei Flaschen San Benedetto.<br \/>\nVom Flughafen ging es mit einem Shuttlebus weiter ins Stadtzentrum. Da unser Zug nach Turin erst um 19 Uhr fuhr, hatten wir gen\u00fcgend Zeit, uns ein bisschen die Beine zu vertreten und vor allem erst einmal einen leckeren italienischen Espresso zu geniessen. Kosten hierf\u00fcr \u00fcbrigens genau 1,80 Euro \u2013 f\u00fcr beide zusammen. Das ist dann aber auch so ziemlich das einzige Getr\u00e4nk, das in Italien preisg\u00fcnstig zu haben ist.<br \/>\nNach einer Stunde Zugfahrt kamen wir dann um 20 Uhr in Turin an. Dank zwischenzeitlicher Infos von Joe haben wir am Bahnhof auch sehr schnell ein Taxi gefunden, welches uns in unser Hotel brachte, wo Joe schon auf uns wartete.<br \/>\nSchnell waren wir an der Rezeption eingecheckt, l\u00e4nger dauerte es, das uns zugewiesene Zimmer zu finden. Es gab einfach keine Nr. 17, auf keiner der zwei Etagen. Also wieder zur\u00fcck zur Rezeption, wo sich dann herausstellte, dass die 7 keine 7 sondern eine 1 und unsere Zimmernummer somit die 11 war. Das gab es dann tats\u00e4chlich auch, also schnell die Sachen reingeworfen und schon ging es wieder runter und weiter\u2026 im Shamrock Inn warteten schliesslich liebe Freunde aus Dinslaken darauf, mit uns das ein oder andere Bier zu trinken. Das haben wir dann auch ausgiebig getan. Sp\u00e4ter kamen noch die B\u00f6kelb\u00e4ren aus Wolfsburg dazu, der ein oder andere Sauerl\u00e4nder wurde auch gesichtet, und es wurde eine feuchtfr\u00f6hliche Nacht. Gegen 3 Uhr morgens fielen wir todm\u00fcde ins Bett.<\/p>\n\n<p>Der Spieltagsmorgen begann mit einem typisch italienischen Fr\u00fchst\u00fcck: Es gab Brot und Croissants, ein bisschen Marmelade und Honig, immerhin auch ein wenig frisches Obst, aber das war es dann auch. Neumi versprach, am n\u00e4chsten Morgen fr\u00fcher aufzustehen und ein paar Kleinigkeiten zum Fr\u00fchst\u00fcck einzukaufen, sowas wie K\u00e4se, Salami etc. Wir waren schlie\u00dflich in Italien, und Salami k\u00f6nnen die da! Nur zum Fr\u00fchst\u00fcck bekommt man sie eben nicht, eher abends als Snack an der Bar zum Bier.<\/p>\n<p>Gegen Mittag machten wir uns dann wieder auf den Weg ins Shamrock, einem von mehreren Treffpunkten f\u00fcr viele Borussen in der Stadt. Das erste Bier war \u2013 vor allem f\u00fcr mich \u2013 noch etwas schwierig nach dem Abend davor, aber ab dem dritten schmeckte es dann auch mir wieder. Nach und nach trafen immer mehr bekannte Gesichter ein, und auch die Reisegruppe 2 der Spreeborussen, welche erst am Spieltag anreiste und das nicht so ganz ohne Schwierigkeiten, hatte es irgendwann geschafft. Es wurde viel getrunken und gelacht, was man an Spieltagen halt so macht. Irgendwann am Abend machten wir uns auf den Weg zu den Shuttlebussen, die unweit des Pubs fahren sollten. Dort mussten wir zwar ziemlich lange auf einen solchen warten, ein paar Hundert andere hatten weniger Geduld und begaben sich auf einen kilometerlangen Marsch zum Stadion, aber f\u00fcr uns kam dann tats\u00e4chlich irgendwann ein Bus und brachte uns \u2013 begleitet von einem gro\u00dfen Aufgebot an Polizei auf Motorr\u00e4dern \u2013 direkt bis zum G\u00e4steeingang. Entgegen aller vorherigen Warnungen waren die Einlasskontrollen weniger streng als erwartet, so was wie Schuhe ausziehen blieb uns jedenfalls erspart, und Neumi hatte sogar noch zwei Feuerzeuge am Mann, als wir das Stadion betraten. Dieses Stadion hat mir \u00fcbrigens ziemlich gut gefallen. Eine moderne Arena zwar, aber trotzdem sch\u00f6ne steile Trib\u00fcnen, die man von aussen gar nicht vermutete. Die Stimmung im G\u00e4steblock war von Anfang an gro\u00dfartig und steigerte sich in der zweiten Halbzeit noch, der VfL-Wechselgesang zum Ende des Spiels war laut Aussage eines daheimgebliebenen Freundes \u201ebrutal\u201c. Einen solch lautstarken und ausdauernden Support hab ich pers\u00f6nlich tats\u00e4chlich lange nicht mehr erleben und mitmachen d\u00fcrfen. Die Juve-Fans hingegen waren f\u00fcr mich schon entt\u00e4uschend. Zwar gab es vor Spielbeginn den Versuch einer Choreo, aber mehr als ein Versuch war es leider nicht. Und bis auf ein paar kurze Momente war aus deren Kurve auch kaum mal was zu h\u00f6ren. In der Beziehung also ein eindeutiger Sieg f\u00fcr uns. Das Spiel endete bekannterma\u00dfen 0:0, f\u00fcr Borussia der erste Champions-League-Punkt \u00fcberhaupt, und wir waren sehr froh und stolz, dabei gewesen sein zu d\u00fcrfen.<br \/>\nNach der \u00fcblichen Verweildauer im Block ging es dann recht z\u00fcgig zu den bereitgestellten Bussen, die uns dann in Kolonne zum Bahnhof Porta Nuova brachten. Von dort war es zu Fuss auch nur ein paar Minuten bis zum Shamrock, dort gab es noch eine Kleinigkeit zu essen und ein Bierchen, bevor wir uns verabschiedeten. Wir waren nach dem langen Tag und der langen Nacht davor doch ziemlich k.o. Am Hotel angekommen wurde es dann doch nichts mit sofort ins Bett: an der Bar sa\u00dfen noch Vampy und Joe, also nahmen wir doch noch einen Absacker&#8230;<\/p>\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen begab sich Neumi wie versprochen auf Nahrungs- bzw. Fr\u00fchst\u00fcckserg\u00e4nzungssuche auf einen nahegelegenen Markt. Die Suche war erfolgreich, so dass wir dieses Mal ein tolles Fr\u00fchst\u00fcck mit K\u00e4se, Wurst und Salami genie\u00dfen konnten. Nach dem Aus-Checken hatten wir eigentlich vor, ein bisschen durch die Stadt zu spazieren und eine Stadtrundfahrt zu machen. Der Spaziergang ist noch gelungen, aber als wir dann bei einem Espresso schnell noch ein oder zwei Karten nach Hause schreiben wollten, fand uns die Spreeborussen-Reisegruppe zwei, und das war es dann mit Stadtrundfahrt oder \u00e4hnlichem. Man begab sich stattdessen auf die Suche nach einem Lokal, in dem am Vormittag Bier ausgeschenkt wird, wurde f\u00fcndig und dann blieb es doch wieder bei der \u00fcblichen Besch\u00e4ftigung\u2026<\/p>\n<p><br \/>\nImmerhin kam ich sp\u00e4ter noch zu einem Teller frischer italienischer Pasta, bevor es dann mit dem Zug wieder Richtung Mailand ging. W\u00e4hrend wir noch die Tickets f\u00fcr den Zug vom Hbf zum Flughafen kauften und verteilten, wurden wir von den Kieler Borussen gefunden, mit denen wir dann noch ein Getr\u00e4nk zu uns nahmen. Etwas Spannung kam auf, als bis 3 Minuten vor Abfahrt nicht angezeigt war, von welchem Gleis der Zug zum Flug abfahren wird. Als das dann endlich klar war, gab es einen kleinen Sprint zum Gleis, aber alles ging gut und alle kamen mit. Am Flughafen gab es endlich mal wieder was zu trinken, bevor wir den Heimflug antraten.<br \/>\nNach einem wieder nur anderthalbst\u00fcndigen Flug kamen wir gegen Mitternacht wohlbehalten in Sch\u00f6nefeld an und begaben uns recht schnell auf den Heimweg, der ein oder andere musste schlie\u00dflich am n\u00e4chsten Morgen wieder fr\u00fch raus. Marcy, Napi, der Pr\u00e4si und ich erwischten einen fussballbegeisterten Taxifahrer, der sich im deutschen wie im Weltfussball bestens auskannte, und so wurde es eine sehr kurzweilige Fahrt nach Hause.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Championsleague-Gruppenspiel Juventus Turin &#8211; Borussia 21.10.2015 (0:0) Mein erstes Mal Turin war im November 1989, UEFA-Cup-Achtelfinale mit dem FC Karl-Marx-Stadt gegen Juventus. Damals gewann Juve knapp mit 2:1, das sollte mir mit Borussia nicht nochmal passieren. Dienstag morgen, nach einem guten Fr\u00fchst\u00fcck, machten Neumi und ich uns auf den Weg nach Sch\u00f6nefeld. 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