Kreuzfahrt in die Champions League

Um es schon mal vorweg zu nehmen: Es sollte eine wirklich legendäre Tour werden zum letzten Auswärtsspiel der Saison nach Bremen, die wohl allen Teilnehmern noch sehr lange im Gedächtnis bleiben wird.

Kreuzfahrt 2015

Am Dienstag (12.5.) morgens um 8 Uhr machte sich eine Gruppe von 7 Spreeborussen (Dürki, Mimi, Steph, Werner, Marcy, Neumi und ich) und zwei Freunden aus Berlin auf den Weg nach Kiel. Einen kurzen Zwischenstopp in Hamburg und ein frisch gezapftes Bier später trafen wir im IC auf den Großteil der Reisegruppe Kreuzfahrt, darunter mit Siggi, Börnie, Tillemann, Joe und Walli auf weitere 5 Spreeborussen. Weil es bei der Ankunft in Kiel in Strömen regnete, nutzten wir, im Gegensatz zu den meisten anderen, ein Taxi zum Ablegeterminal der MSC Orchestra. 5 Minuten und 6 Euro später waren wir trocken angekommen, während ein Großteil der Reisegruppe viel später und völlig durchnässt dort eintraf. Entgegen der ursprünglichen Planung konnten wir schon um 12 Uhr auf dem Dampfer einchecken, und da wir ja das All-inklusive-Paket gebucht hatten, entschlossen wir uns, dieses auch ab 12 Uhr an Bord zu nutzen. Nach dem Ablegen pünktlich um 18 Uhr (zwei Kieler Borussen standen am Kai Spalier und zeigten Flagge), dem Beziehen der Kabinen nebst In-Empfangnahme unseres Gepäcks und der obligatorischen Sicherheitsübung wurde das Personal an den 16 Bars und später in der Diskothek weiter ordentlich gefordert. So mancher hatte daher am nächsten Morgen auch ein wenig Schwierigkeiten, aus dem Bett und an Land zu finden. Das sollte sich aber lohnen.

Erster Stopp war am Mittwoch Kopenhagen. Ein wirklich hübsches Städtchen, dass die einen mehr und die anderen weniger zu Fuss erkundeten. Zwischenzeitlich traf man sich auf das obligatorische Zwischenbier im Pub. Bis 16.30 Uhr mussten alle wieder an Bord sein – was auch gelang, damit der Dampfer um Punkt 17 Uhr wieder ablegen konnte. Der geplante Borussen-Treff – die Diskothek war eigentlich für 2 Stunden für die Reisegruppe Borussia reserviert – wurde wegen fehlendem Personal kurzerhand in die Shakers Lounge verlegt. Dort und später auch weiter an Deck und bis spät nachts in der Diskothek wurde dann wieder ordentlich gefeiert, man traf auf dieser Reise viele Leute, die man bisher gar nicht oder nur flüchtig kannte, und fand somit viele neue Freunde. Es wurde wieder ein langer Abend und eine etwas unruhige Nacht, da bei sehr stürmischer See sogar dieser riesige Dampfer etwas ins Wanken geriet, so dass man später im Bett mehr oder weniger sanft in den Schlaf gewiegt wurde.

 

Am Donnerstag war erst um 10 Uhr Ankunft in Oslo, so dass wir in den Genuss kamen, das Einfahren in den Stadthafen und das Anlegemanöver mitzuerleben. Das war schon wirklich sehr beeindruckend anzuschauen, wie dieser riesige Kahn mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit den vorgesehenen Liegeplatz erreichte und anlegte. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns auf, den Holmenkollen mit Skisprungschanze und Biathlonstadion zu besichtigen, eine grandiose Aussicht auf die Stadt und den Hafen inklusive. Später spazierten wir noch ein wenig durch die Innenstadt, nahmen das obligatorische Zwischenbier und schlenderten dann gemütlich wieder zum Schiff, das wieder bis 16.30 Uhr erreicht sein musste. An Deck 13, dem Pooldeck, gab es später unter großem Applaus der anderen Kreuzfahrtgäste ein Borussen-Gruppenfoto mit fast allen 150 Anwesenden, inklusive lauter Europapokal- und Champions-League-Gesänge. Um 17 Uhr legten wir ab und machten uns auf den Weg zum dritten und letzten Stopp Göteborg.

Nach ausgiebigem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Stadt, diesmal komplett mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Da wir weder im Besitz von Tickets noch von Landeswährung waren, waren wir auf dem ersten Teilstück auf die Großzügigkeit der Busfahrerin angewiesen, die uns aber nach kurzer Erläuterung bis zur Tram-Haltestelle mitnahm. Dort lösten wir dann brav Tagestickets und fuhren mit der Straßenbahn weiter bis in die Innenstadt. Zu viert spazierten wir dann durch die Stadt, die Markthalle und den Fischmarkt weiter in die Altstadt. Irgendwo in einem Pub gab es natürlich auch das obligatorische Zwischenbier, bevor wir uns auf den Weg zurück begeben mussten, diesmal war schon 16 Uhr Ablegezeit. Am Abend war ab 19 Uhr nochmal die Disko für unsere Reisegruppe reserviert, dort wurde ein weiteres Gruppenfoto und draussen an Deck sehr viele Sonnenuntergangsfotos geknipst. Natürlich wurde auch nochmal der ein oder andere Cocktail zu sich genommen, aber dann ging es, für die meisten jedenfalls, etwas früher als sonst ins Bett, schließlich war um 7.30 Uhr am nächsten Morgen Treff an Deck 6 zum Check Out für uns.

Mit der Regionalbahn ging es dann am Samstag morgen von Kiel über Elmshorn und Hamburg nach Bremen, wo diese Reise ihren vorausgesagten und glücklichen Ausgang nahm. Borussia siegte souverän mit 2:0 gegen Werder und wir feierten den somit sicheren dritten Tabellenplatz und den damit verbundenen Einzug in die Champions-League bis zur Ankunft in Berlin.

Wie schon eingangs erwähnt, dies war eine wirklich legendäre Tour, von der wir ganz sicher noch ganz lange reden werden und von der jetzt schon viele meinen, sie müsste unbedingt wiederholt werden („Wir denken nur von Schiff zu Schiff“). Großer Dank gilt an dieser Stelle natürlich auch nochmal dem Organisator Stevie für die Idee und die großartige Umsetzung derselben!

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