Zurück nach Turin

Championsleague-Gruppenspiel Juventus Turin – Borussia 21.10.2015 (0:0)

Mein erstes Mal Turin war im November 1989, UEFA-Cup-Achtelfinale mit dem FC Karl-Marx-Stadt gegen Juventus. Damals gewann Juve knapp mit 2:1, das sollte mir mit Borussia nicht nochmal passieren.

Dienstag morgen, nach einem guten Frühstück, machten Neumi und ich uns auf den Weg nach Schönefeld. Wir waren sozusagen das Spreeborussen-Vorauskommando und landeten nach gerade mal 1 Stunde und 25 Minuten Flugzeit am frühen Nachmittag auf dem Flughafen Mailand Malpensa. Einer der Flugbegleiter outete sich als Mönchengladbacher, aber Bolten oder sonst irgendein Alt hatte er nach eigenem Bekunden leider trotzdem nicht an Bord. Stattdessen spendierte er uns aber beim Aussteigen noch zwei Flaschen San Benedetto.
Vom Flughafen ging es mit einem Shuttlebus weiter ins Stadtzentrum. Da unser Zug nach Turin erst um 19 Uhr fuhr, hatten wir genügend Zeit, uns ein bisschen die Beine zu vertreten und vor allem erst einmal einen leckeren italienischen Espresso zu geniessen. Kosten hierfür übrigens genau 1,80 Euro – für beide zusammen. Das ist dann aber auch so ziemlich das einzige Getränk, das in Italien preisgünstig zu haben ist.
Nach einer Stunde Zugfahrt kamen wir dann um 20 Uhr in Turin an. Dank zwischenzeitlicher Infos von Joe haben wir am Bahnhof auch sehr schnell ein Taxi gefunden, welches uns in unser Hotel brachte, wo Joe schon auf uns wartete.
Schnell waren wir an der Rezeption eingecheckt, länger dauerte es, das uns zugewiesene Zimmer zu finden. Es gab einfach keine Nr. 17, auf keiner der zwei Etagen. Also wieder zurück zur Rezeption, wo sich dann herausstellte, dass die 7 keine 7 sondern eine 1 und unsere Zimmernummer somit die 11 war. Das gab es dann tatsächlich auch, also schnell die Sachen reingeworfen und schon ging es wieder runter und weiter… im Shamrock Inn warteten schliesslich liebe Freunde aus Dinslaken darauf, mit uns das ein oder andere Bier zu trinken. Das haben wir dann auch ausgiebig getan. Später kamen noch die Bökelbären aus Wolfsburg dazu, der ein oder andere Sauerländer wurde auch gesichtet, und es wurde eine feuchtfröhliche Nacht. Gegen 3 Uhr morgens fielen wir todmüde ins Bett.

Der Spieltagsmorgen begann mit einem typisch italienischen Frühstück: Es gab Brot und Croissants, ein bisschen Marmelade und Honig, immerhin auch ein wenig frisches Obst, aber das war es dann auch. Neumi versprach, am nächsten Morgen früher aufzustehen und ein paar Kleinigkeiten zum Frühstück einzukaufen, sowas wie Käse, Salami etc. Wir waren schließlich in Italien, und Salami können die da! Nur zum Frühstück bekommt man sie eben nicht, eher abends als Snack an der Bar zum Bier.

Gegen Mittag machten wir uns dann wieder auf den Weg ins Shamrock, einem von mehreren Treffpunkten für viele Borussen in der Stadt. Das erste Bier war – vor allem für mich – noch etwas schwierig nach dem Abend davor, aber ab dem dritten schmeckte es dann auch mir wieder. Nach und nach trafen immer mehr bekannte Gesichter ein, und auch die Reisegruppe 2 der Spreeborussen, welche erst am Spieltag anreiste und das nicht so ganz ohne Schwierigkeiten, hatte es irgendwann geschafft. Es wurde viel getrunken und gelacht, was man an Spieltagen halt so macht. Irgendwann am Abend machten wir uns auf den Weg zu den Shuttlebussen, die unweit des Pubs fahren sollten. Dort mussten wir zwar ziemlich lange auf einen solchen warten, ein paar Hundert andere hatten weniger Geduld und begaben sich auf einen kilometerlangen Marsch zum Stadion, aber für uns kam dann tatsächlich irgendwann ein Bus und brachte uns – begleitet von einem großen Aufgebot an Polizei auf Motorrädern – direkt bis zum Gästeeingang. Entgegen aller vorherigen Warnungen waren die Einlasskontrollen weniger streng als erwartet, so was wie Schuhe ausziehen blieb uns jedenfalls erspart, und Neumi hatte sogar noch zwei Feuerzeuge am Mann, als wir das Stadion betraten. Dieses Stadion hat mir übrigens ziemlich gut gefallen. Eine moderne Arena zwar, aber trotzdem schöne steile Tribünen, die man von aussen gar nicht vermutete. Die Stimmung im Gästeblock war von Anfang an großartig und steigerte sich in der zweiten Halbzeit noch, der VfL-Wechselgesang zum Ende des Spiels war laut Aussage eines daheimgebliebenen Freundes „brutal“. Einen solch lautstarken und ausdauernden Support hab ich persönlich tatsächlich lange nicht mehr erleben und mitmachen dürfen. Die Juve-Fans hingegen waren für mich schon enttäuschend. Zwar gab es vor Spielbeginn den Versuch einer Choreo, aber mehr als ein Versuch war es leider nicht. Und bis auf ein paar kurze Momente war aus deren Kurve auch kaum mal was zu hören. In der Beziehung also ein eindeutiger Sieg für uns. Das Spiel endete bekanntermaßen 0:0, für Borussia der erste Champions-League-Punkt überhaupt, und wir waren sehr froh und stolz, dabei gewesen sein zu dürfen.
Nach der üblichen Verweildauer im Block ging es dann recht zügig zu den bereitgestellten Bussen, die uns dann in Kolonne zum Bahnhof Porta Nuova brachten. Von dort war es zu Fuss auch nur ein paar Minuten bis zum Shamrock, dort gab es noch eine Kleinigkeit zu essen und ein Bierchen, bevor wir uns verabschiedeten. Wir waren nach dem langen Tag und der langen Nacht davor doch ziemlich k.o. Am Hotel angekommen wurde es dann doch nichts mit sofort ins Bett: an der Bar saßen noch Vampy und Joe, also nahmen wir doch noch einen Absacker…

Am nächsten Morgen begab sich Neumi wie versprochen auf Nahrungs- bzw. Frühstücksergänzungssuche auf einen nahegelegenen Markt. Die Suche war erfolgreich, so dass wir dieses Mal ein tolles Frühstück mit Käse, Wurst und Salami genießen konnten. Nach dem Aus-Checken hatten wir eigentlich vor, ein bisschen durch die Stadt zu spazieren und eine Stadtrundfahrt zu machen. Der Spaziergang ist noch gelungen, aber als wir dann bei einem Espresso schnell noch ein oder zwei Karten nach Hause schreiben wollten, fand uns die Spreeborussen-Reisegruppe zwei, und das war es dann mit Stadtrundfahrt oder ähnlichem. Man begab sich stattdessen auf die Suche nach einem Lokal, in dem am Vormittag Bier ausgeschenkt wird, wurde fündig und dann blieb es doch wieder bei der üblichen Beschäftigung…


Immerhin kam ich später noch zu einem Teller frischer italienischer Pasta, bevor es dann mit dem Zug wieder Richtung Mailand ging. Während wir noch die Tickets für den Zug vom Hbf zum Flughafen kauften und verteilten, wurden wir von den Kieler Borussen gefunden, mit denen wir dann noch ein Getränk zu uns nahmen. Etwas Spannung kam auf, als bis 3 Minuten vor Abfahrt nicht angezeigt war, von welchem Gleis der Zug zum Flug abfahren wird. Als das dann endlich klar war, gab es einen kleinen Sprint zum Gleis, aber alles ging gut und alle kamen mit. Am Flughafen gab es endlich mal wieder was zu trinken, bevor wir den Heimflug antraten.
Nach einem wieder nur anderthalbstündigen Flug kamen wir gegen Mitternacht wohlbehalten in Schönefeld an und begaben uns recht schnell auf den Heimweg, der ein oder andere musste schließlich am nächsten Morgen wieder früh raus. Marcy, Napi, der Präsi und ich erwischten einen fussballbegeisterten Taxifahrer, der sich im deutschen wie im Weltfussball bestens auskannte, und so wurde es eine sehr kurzweilige Fahrt nach Hause.

Bustour zum Pokalspiel bei St. Pauli

Spreebo-Bus-PauliDFB Pokal 1. Runde St. Pauli-Borussia am 10.8.2015, Ergebnis 1:4

Da die DFL unser Spiel in Hamburg als Topspiel der ersten Runde auserkoren hat – was niemanden wirklich verwundert hat – kam nur eine Bustour aus Berlin in Frage, da man ansonsten zu so später Stunde nicht mehr zurück nach Berlin gekommen wäre. Diese Tour zu organisieren und den Bus zumindest so voll zu kriegen, dass die Kosten für diesen gedeckt und der Preis für die Mitfahrer trotzdem nicht allzu hoch ist, war tatsächlich gar nicht so einfach. War wohl dem Montag-Termin geschuldet. Sei es drum, es ist gelungen und so machten wir uns um Punkt 14 Uhr mit insgesamt 42 Spreeborussen, Fläming-Fohlen 99 und Freunden, darunter auch mal wieder zwei Berliner Fohlen, auf den Weg nach St. Pauli.

Alex, unser Busfahrer, steuerte uns auf einer wieder sehr kurzweiligen Hinfahrt gewohnt sicher durch diverse Staus zum Ziel, um kurz vor 19 Uhr parkte er den Bus in der Helgoländer Allee nahe der Reeperbahn, einen Parkplatz für Gästebusse gibt’s am Millerntor leider nicht und das nahegelegene Heiligengeistfeld war durch den „Dom“ belegt.

So machten wir uns zu Fuss auf den kurzen Weg Richtung Stadion, bahnten uns den Weg durch mehrere sich vor uns aufbauende Polizeiketten zum „Jolly Roger“ und weiter zum Gästeeingang am Stadion. Dort trafen wir dann auf viele bekannte Gesichter und liebe Freunde, und nach den üblichen Begrüßungszeremonien ging es dann auch alsbald ins Stadion, durch angenehm lockere Einlasskontrollen direkt zum ersten Bierstand, es war ja schließlich sehr warm und bei großer Hitze soll man bekanntlich viel trinken. Das neue Stadion der Paulianer fand ich persönlich ganz schick, man hat ihm trotz des Neu- bzw. Umbaus einen gewissen Charme erhalten können. Nett auch vom gastgebenden Verein, vor Spielbeginn „Die Elf vom Niederrhein“ für uns einzuspielen.

Das Spiel unserer Borussia war in der ersten Halbzeit noch nicht so berauschend, aber noch waren trotz 1:0-Rückstand zur Pause alle ziemlich optimistisch, und das – wie man dann in der zweiten Halbzeit sehr schnell merkte – völlig zu Recht. Stindl und Traore sorgen in der 54. bzw. 56. Minute für große Glückseligkeit im Block und dafür, dass ich und so ziemlich alle anderen um mich herum zwei Bierduschen innerhalb von zwei Minuten abbekamen – so ist Borussia und so macht das Spass!! Beim zweiten Tor von Lars Stindl in der 67. und dem Tor von Hazard zum 4:1-Endstand in der 86. Minute waren die Becher dann schon alle relativ leer, so dass man dann ohne weitere Dusche davonkam.
So zog Borussia letztlich doch souverän in die zweite Runde des DFB-Pokals ein und wir sind gespannt, wen uns Felix Neureuther am Freitagabend als nächsten Gegner zulosen wird.

Glücklich machten wir uns dann alsbald auf den Weg zurück zum Bus, und um kurz nach 23 Uhr hatten wir dann alle Mitfahrer wieder beisammen und konnten starten. Nach knapp 4 Stunden, welche von den meisten verschlafen wurden, waren wir wieder in Berlin und eine klasse Pokal-Tour war vorbei. Danke an alle Beteiligten, es hat mal wieder richtig Spass gemacht mit euch.

Kreuzfahrt in die Champions League

Um es schon mal vorweg zu nehmen: Es sollte eine wirklich legendäre Tour werden zum letzten Auswärtsspiel der Saison nach Bremen, die wohl allen Teilnehmern noch sehr lange im Gedächtnis bleiben wird.

Kreuzfahrt 2015

Am Dienstag (12.5.) morgens um 8 Uhr machte sich eine Gruppe von 7 Spreeborussen (Dürki, Mimi, Steph, Werner, Marcy, Neumi und ich) und zwei Freunden aus Berlin auf den Weg nach Kiel. Einen kurzen Zwischenstopp in Hamburg und ein frisch gezapftes Bier später trafen wir im IC auf den Großteil der Reisegruppe Kreuzfahrt, darunter mit Siggi, Börnie, Tillemann, Joe und Walli auf weitere 5 Spreeborussen. Weil es bei der Ankunft in Kiel in Strömen regnete, nutzten wir, im Gegensatz zu den meisten anderen, ein Taxi zum Ablegeterminal der MSC Orchestra. 5 Minuten und 6 Euro später waren wir trocken angekommen, während ein Großteil der Reisegruppe viel später und völlig durchnässt dort eintraf. Entgegen der ursprünglichen Planung konnten wir schon um 12 Uhr auf dem Dampfer einchecken, und da wir ja das All-inklusive-Paket gebucht hatten, entschlossen wir uns, dieses auch ab 12 Uhr an Bord zu nutzen. Nach dem Ablegen pünktlich um 18 Uhr (zwei Kieler Borussen standen am Kai Spalier und zeigten Flagge), dem Beziehen der Kabinen nebst In-Empfangnahme unseres Gepäcks und der obligatorischen Sicherheitsübung wurde das Personal an den 16 Bars und später in der Diskothek weiter ordentlich gefordert. So mancher hatte daher am nächsten Morgen auch ein wenig Schwierigkeiten, aus dem Bett und an Land zu finden. Das sollte sich aber lohnen.

Erster Stopp war am Mittwoch Kopenhagen. Ein wirklich hübsches Städtchen, dass die einen mehr und die anderen weniger zu Fuss erkundeten. Zwischenzeitlich traf man sich auf das obligatorische Zwischenbier im Pub. Bis 16.30 Uhr mussten alle wieder an Bord sein – was auch gelang, damit der Dampfer um Punkt 17 Uhr wieder ablegen konnte. Der geplante Borussen-Treff – die Diskothek war eigentlich für 2 Stunden für die Reisegruppe Borussia reserviert – wurde wegen fehlendem Personal kurzerhand in die Shakers Lounge verlegt. Dort und später auch weiter an Deck und bis spät nachts in der Diskothek wurde dann wieder ordentlich gefeiert, man traf auf dieser Reise viele Leute, die man bisher gar nicht oder nur flüchtig kannte, und fand somit viele neue Freunde. Es wurde wieder ein langer Abend und eine etwas unruhige Nacht, da bei sehr stürmischer See sogar dieser riesige Dampfer etwas ins Wanken geriet, so dass man später im Bett mehr oder weniger sanft in den Schlaf gewiegt wurde.

 

Am Donnerstag war erst um 10 Uhr Ankunft in Oslo, so dass wir in den Genuss kamen, das Einfahren in den Stadthafen und das Anlegemanöver mitzuerleben. Das war schon wirklich sehr beeindruckend anzuschauen, wie dieser riesige Kahn mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit den vorgesehenen Liegeplatz erreichte und anlegte. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns auf, den Holmenkollen mit Skisprungschanze und Biathlonstadion zu besichtigen, eine grandiose Aussicht auf die Stadt und den Hafen inklusive. Später spazierten wir noch ein wenig durch die Innenstadt, nahmen das obligatorische Zwischenbier und schlenderten dann gemütlich wieder zum Schiff, das wieder bis 16.30 Uhr erreicht sein musste. An Deck 13, dem Pooldeck, gab es später unter großem Applaus der anderen Kreuzfahrtgäste ein Borussen-Gruppenfoto mit fast allen 150 Anwesenden, inklusive lauter Europapokal- und Champions-League-Gesänge. Um 17 Uhr legten wir ab und machten uns auf den Weg zum dritten und letzten Stopp Göteborg.

Nach ausgiebigem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Stadt, diesmal komplett mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Da wir weder im Besitz von Tickets noch von Landeswährung waren, waren wir auf dem ersten Teilstück auf die Großzügigkeit der Busfahrerin angewiesen, die uns aber nach kurzer Erläuterung bis zur Tram-Haltestelle mitnahm. Dort lösten wir dann brav Tagestickets und fuhren mit der Straßenbahn weiter bis in die Innenstadt. Zu viert spazierten wir dann durch die Stadt, die Markthalle und den Fischmarkt weiter in die Altstadt. Irgendwo in einem Pub gab es natürlich auch das obligatorische Zwischenbier, bevor wir uns auf den Weg zurück begeben mussten, diesmal war schon 16 Uhr Ablegezeit. Am Abend war ab 19 Uhr nochmal die Disko für unsere Reisegruppe reserviert, dort wurde ein weiteres Gruppenfoto und draussen an Deck sehr viele Sonnenuntergangsfotos geknipst. Natürlich wurde auch nochmal der ein oder andere Cocktail zu sich genommen, aber dann ging es, für die meisten jedenfalls, etwas früher als sonst ins Bett, schließlich war um 7.30 Uhr am nächsten Morgen Treff an Deck 6 zum Check Out für uns.

Mit der Regionalbahn ging es dann am Samstag morgen von Kiel über Elmshorn und Hamburg nach Bremen, wo diese Reise ihren vorausgesagten und glücklichen Ausgang nahm. Borussia siegte souverän mit 2:0 gegen Werder und wir feierten den somit sicheren dritten Tabellenplatz und den damit verbundenen Einzug in die Champions-League bis zur Ankunft in Berlin.

Wie schon eingangs erwähnt, dies war eine wirklich legendäre Tour, von der wir ganz sicher noch ganz lange reden werden und von der jetzt schon viele meinen, sie müsste unbedingt wiederholt werden („Wir denken nur von Schiff zu Schiff“). Großer Dank gilt an dieser Stelle natürlich auch nochmal dem Organisator Stevie für die Idee und die großartige Umsetzung derselben!

Präsidiale Taxen und eine Links-Rechts-Schwäche

Euroleague in Sevilla 18.-20.2.2015

Mittwoch morgens traf sich die Reisegruppe Spreeborussen 1 mit Neumi und Silke, Napi, Dirki, Mimi, Magic, Robärt und Alex (7+1) mehr oder weniger fit und gesund am Flughafen Tegel. Nach einem kurzweiligen Flug landeten wir in Palma de Mallorca zwischen und erfuhren noch im Flugzeug, dass wir selbiges gleich wieder betreten würden, um nach Sevilla weiterzufliegen. Also raus aus dem Flieger und kurz warten. Neumi und ich verzehrten auf dem Flughafen Palma de Mallorca ein deutsches Brötchen mit original irischer Butter, echter Mailänder Salami und dänischem Käse – das nenn ich mal international…
Kurz noch ein paar Gladbacher, die auf anderen Wegen hin- und weiterreisten, begrüsst, und nach einer knappen Stunde ging es auch schon wieder los. Eine weitere Stunde später meldete sich kurz vor der Landung der Flugkapitän und wünschte uns Borussen (von Palma aus war der Flieger mindestens zur Hälfte mit Gladbach-Fans gefüllt) viel Spass, eine tolle Zeit und ein gutes Spiel in Sevilla. Gleiches hörten wir nach der Landung auch noch mal von der Chefstewardess, wir bedankten uns natürlich mit viel Applaus und einem kleinen Ständchen ;-)
Am Flughafen in Sevilla trafen wir kurz mit Ralle und Tillemann die Spreeborussen Nummer 8 und 9, dann ging es mit zwei Taxen zum Hotel, welches uns Joe dankenswerterweise und nicht ohne Probleme organisiert hatte. Nach dem Einchecken und Sachen in den Zimmern abwerfen hatten wir dann alle Hunger und vor allem Durst, also ab, raus aus dem Hotel und rechts oder links (jeder wie er es sieht) um die Ecke die ersten spanischen Bierchen genossen. Dann weiter durch die Stadt spaziert in Richtung Bar Ingrid, wo sich ja die allermeisten Borussen treffen wollten. Dort angekommen mussten wir aber schnell feststellen, dass dieser Laden so ziemlich der schlechteste war, den man in Sevilla finden konnte: Das Bier schal und wenig lecker, wenn man denn mal eins ergattert hatte, dazu völlig überfordertes und nicht wirklich freundliches Personal. Wir waren jedenfalls sehr schnell wieder weg, natürlich nicht ohne vorher u.a. unsere Freunde vom Fanclub Plan B aus Walbeck zu begrüssen.
Nach längerer erfolgloser Suche nach einem Lokal, dass allen gerecht wurde, entschieden wir uns – Überraschung – für einen Irish Pub, verzehrten ein paar Burger, dann ging es irgendwann weiter durch die Stadt zum nächsten Zwischenstopp bei Alfonsos, ein paar Bierchen und einen Spätabend-Snack geniessen. Dann meldeten sich mit Siggi und Börnie die Spreeborussen Nummer 10 und 11. Also wieder los, Richtung Hotel, um die beiden zu treffen, was sich als nicht so ganz einfach erweisen sollte – aus dem Hotel raus nach rechts, oder doch zweimal rechts, ist es überhaupt rechts oder doch links… Egal, nach etlichen Telefonaten (mein Telefonanbieter bedankt sich sicher bald mit einer entsprechenden Rechnung) hatten wir die beiden nebst einigen anderen Borussen in einem Restaurant gefunden, wo es noch ein paar Getränke gab, bis man uns gegen halb eins im wahrsten Sinne des Wortes rausgekehrt hat.

Am nächsten Morgen traf man auf Wolle (Spreebo Nummer 12), während Nummer 13 (namentlich Joe) noch ins Kissen schnarchte, wir frühstückten ausgiebig und dann ging es mit großer Truppe auf in die Altstadt, FC Sevilla-Fanshop, Kathedrale, Torre de Oro (Goldturm), dann war es aber genug und wir liessen uns am Fluss an einer Bar nieder. Dort trafen dann nach und nach immer mehr Borussen ein, auch Joe hatte uns irgendwann dort gefunden. Nach einigen Mojitos, Sangrias und Bierchen ging es dann weiter, vorbei an der Stierkampfarena quer durch die Altstadt zu Alfonsos, wo wir zur Abwechslung wieder mal feste Nahrung zu uns nahmen, bevor es zum Umziehen und anderen Spielvorbereitungen zurück zum Hotel ging. Bei einem kleinen Zwischenstopp im Zimmer von Dirki und Mimi wurde ersterer davon überzeugt, seine am Flughafen Tegel erworbene Flasche Baileys zu öffnen, kurze Zeit später war sie auch schon leer. Währenddessen traf mit Hüä Spreeborusse Nummer 14 ein, wir zogen wieder los, wieder um die Ecke in die Bar, ein paar Bierchen, Sangrias oder was auch immer zur Einstimmung aufs Spiel zu nehmen. Es kamen mit Andre, Enna und Marcy die Spreeborussen 15, 16 und 17 dazu, und dann ging es irgendwann Richtung Stadion, die einen im präsidialen, die anderen in ganz gewöhnlichen Taxen. Am Stadion in einer Kneipe trafen wir auf Modo (Spreeborusse Nr. 18) und Römi, somit waren auch die letzten beiden mit ihren Eintrittskarten versorgt.


Entgegen aller Warnungen waren sowohl die Einlasskontrollen als auch die im Block anwesende Staatsmacht sehr locker, lag wahrscheinlich an uns Borussen, wir wissen uns ja zu benehmen. Das Spiel war sehr kurzweilig, Borussia war die klar bessere Mannschaft, leider stand es aber wegen vieler vergebener Chancen und einem blöden individuellen Fehlers am Ende 1:0 für Sevilla. Schade, da war wirklich mehr drin, und das gegen den Titelverteidiger. Na ja, muss es halt das Rückspiel im Borussia-Park richten (hat dann, wie wir inzwischen wissen, leider nicht ganz geklappt). Während der international üblichen Verweildauer im Block nach Spielschluss entdeckten wir dann übrigens mit Walli Spreeborussin Nr. 19, nach Verlassen des Stadions auch noch DK (Spreebo Nr. 20).
Vom Ergebnis liessen wir uns aber natürlich die Laune nicht verderben und trafen uns (fast) alle in einem Restaurant in der Nähe unseres Hotels. Man merkte dem Personal dabei durchaus an, dass sie eigentlich längst Feierabend gehabt hätten, irgendwann wurden wir dann auf die wirkungsvollste Art, die es gibt, hinaus „gebeten“: Man gab uns einfach kein Bier mehr. So ging es dann für die meisten ins Bett, einige zogen aber auch noch weiter.

Freitagmorgens aufstehen, erstmal ins Hotelrestaurant frühstücken, dann Sachen packen und auschecken, einem Spreeborussen noch mit etwas Kleingeld aushelfen, weil sein Zimmergenosse wohl frühmorgens nach durchzechter Nacht vergessen hatte, seinen Anteil fürs Zimmer da zu lassen, und dann ging es mit Taxen (wieder die einen im präsidialen, die anderen in ganz gewöhnlichen) zum Stadion von Betis Sevilla, dem Verein in der Stadt, der deutlich mehr Anhänger haben muss als der FC. Einmal das Stadion umrundet, im Fanshop diverse Kleinigkeiten erworben, und dann beschlossen wir, von dort zu Fuss bis zum Plaza de Espana zu laufen. Es stellte sich heraus, dass wir die Entfernung etwas unterschätzt hatten, der ein oder andere murrte schon nach 500 Metern – muss man nicht Ernst nehmen, war nur Mimi ;-), anderen war es aber dann nach gefühlten 10 Kilometern auch zu viel, und das konnte ich dann auch wieder verstehen, aber da hatten wir es auch schon fast geschafft und schlenderten schließlich durch den Parque de Maria Luisa zum Plaza de Espana – sehr beindruckend, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Auch hier traf man wieder bekannte Gesichter, Borussen waren einfach überall in der Stadt. Nach einer längeren Pause suchten wir uns dann eine kleine Bar, nahmen ein paar Kaltgetränke und auch etwas feste Nahrung zu uns, bevor wir uns dann von Siggi und Börnie verabschieden mussten. Die beiden blieben noch bis Samstag, während es für unsere Reisegruppe mit einem präsidialen und einem gewöhnlichen Taxi zum Flughafen ging.

Der Rückflug, wieder mit Zwischenlandung in Palma, wieder mit dem gleichen Flieger und Flugpersonal von dort weiter nach Tegel, war weitgehend ereignislos, die Landung in Berlin erfolgte pünktlich um 22.20 Uhr. Dann wollten alle nur noch schnell nach Hause, was sich leider für Napi, Neumi und mich schwieriger gestaltete, als wir uns das vorgestellt hatten. Bus vor der Nase weggefahren, mit dem nächsten bis zur S-Bahn, unsere S-Bahn Richtung Schönefeld ausgefallen, 12 Minuten später mit der nächsten Ringbahn bis Südkreuz, schnell noch ne Bratwurst vertilgen, mit der nächsten Bahn bis Schöneweide – denkste, eine Station vorher war Schluss, Polizeieinsatz in Schöneweide, unserem Zielbahnhof, Weiterfahrt ungewiss. Etwa 20 Minuten warten, dann ging es doch weiter und irgendwann nach Mitternacht hatten wir es dann auch geschafft und sind müde, aber glücklich in unsere Bettchen gefallen.

Mein Fazit: Es war eine der schönsten Europapokaltouren für mich in eine wirklich tolle Stadt, die Mannschaft hat sich stark präsentiert und nur sehr unglücklich verloren, unsere Reisegruppe ist weitgehend zusammengeblieben und hat sich auch dem Sightseeing nicht verweigert – danke dafür und danke überhaupt für drei supertolle Tage in Spanien mit euch allen!

Silke

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EL Qualifikation in Sarajevo

Europaleague Qualifikation beim FK Sarajevo 21.8.2014
Ergebnis 2:3
Flughafen Berlin-Tegel, Donnerstag, 21.8.2014, 5.30 Uhr. Nach einer kurzen, unruhigen Nacht trafen sich 10 Spreeborussen und weitere Fans unserer Borussia, um pünktlich 7 Uhr gen Sarajevo abzuheben. Nach kurzweiligem und zum Schluss etwas sehr wackeligem Flug landeten wir sicher. Noch nicht die erste Zigarette richtig an, waren wir vorm Flughafen schon in das erste Gespräch mit den örtlichen Ordnungshütern verwickelt. Woher, wohin, wieviele, welches Hotel, wie fahren wir da hin usw. Also, ab ins Hotel, und siehe da, die Ordnungsmacht war auch schon da. Ein paar Minuten später fuhr der Streifenwagen ab und stattdessen kam eine „Wanne“ um die Ecke und parkte vorm Hotel ein. Die sportlichen Jungs sahen schon nicht mehr so freundlich aus und machten uns klar, dass wir nicht in Fanklamotten in die Stadt gehen sollten, eigentlich besser gar nicht in die Stadt, sondern in Zivil direkt zum offiziellen Fantreff.

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Wir entschieden uns trotzdem für die Altstadt, 12 Leute in 3 Taxen ab zur Latinska Ćuprija (Lateinische Brücke) und dann ab in die Altstadt, Geld tauschen und ein wenig Stadtbesichtigung – aber halt, alle waren hungrig, also erst was essen. Wir fanden ein kleines Restaurant, es gab Cevapcici und Bier für alle. Und dann kam der Regen. Somit hatte sich Sightseeing erstmal erledigt und wir bestellten das nächste Bier, Slivovic und so weiter…

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Als der Regen dann aufhörte, machten wir uns auf den Weg zum offiziellen Fantreff, hier traf man dann auf alle anderen, es gab ein großes Hallo, ein Spreeborussen-Gruppenfoto (insgesamt waren wir 15 Spreebos vor Ort) und natürlich viel zu erzählen, die Sommerpause war ja lang.

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Fanmarsch zum Stadion, Spiel und Sieg für unsere Borussia, über eine Stunde warten nach dem Abpfiff, bis man aus dem Stadion durfte, dann beschlosssen wir, ein Taxi zu suchen, zum Hotel zu fahren und die dortige Hotelbar zu entern. Die unschönen Ereignisse, die einigen Borussen nach dem Spiel in der Stadt und auch in unserem Hotel widerfahren sind, möchten wir hier nicht weiter kommentieren, uns fehlt aber jedes Verständnis dafür.
Freitag morgen ging es mit 6 Spreeborussen nochmal Richtung Altstadt, den ausgefallenen Rundgang nachholen, was essen, und dann langsam wieder gen Flughafen. Irgendwie war man froh, wieder weg und nach Hause zu kommen. Nach kurzem Zwischenstopp in der verbotenen Stadt K… waren wir dann wieder zurück in Berlin.

Unser Fazit: Eine tolle, wenn auch anstrengende Tour mit einer super Spreebo-Truppe, ein Sieg und damit eine gute Ausgangsposition für den Einzug in die Gruppenphase, auf die wir uns jetzt schon freuen.

Geschrieben von Neumi und Silke

Heimspiel-Wochenende gg Bayern Mai 2013

Speed-Dating in Holland „Lass uns noch ein wenig rumtreiben“ oder
Doch teilweise ein Chaos-Club

Wie beginnt so ein Bericht? Samstach morjen jet et los…
Treffpunkt am ZOB um 6 Uhr mit Wagen 1 (Dirki, Franne, Robärt und Alex), Wagen 2 (Suse und Torsten Lupp) und Wagen 3 (Silke und ich). 15 Minuten vor der Zeit waren wir da und warteten bei einem Kaffee. Anruf von Dirki: Wir sind noch auf dem Weg zu Franne. Anruf von Suse: Torsten hat verpennt. Fahrt mal schon los, wir kommen nach. Dann Telefonkonferenz mit Dirki: Wagen 1 sucht noch nach Franne, falsche Telefonnummer und/oder Adresse. Dirki meinte: Fahrt schon mal los, ich hol euch schon ein, nächster Treff ist die Tanke Garbsen an der A2. Chaos-Club halt.

Also los. Bis Garbsen bei Hannover ging´s super, zwischendurch ein wenig Kommunikation zwischen Wagen 1 und 3: „Wir sind kurz hinter euch“. Wir hatten schon getankt, den nächsten Kaffee getrunken, standen auf dem Parkplatz und warteten und warteten und warteten… Nach knapp ner halben Stunde kam dann Wir-sind-kurz-hinter-euch-Wagen 1. Nach „kurzer“ Pinkelpause (Franne brauchte etwas länger und wir wurden schon unruhig) ging es dann im Duett weiter. Im Raum MG trennten sich unsere Wege, Dirki & Co. Richtung Stadion und wir nach Viersen. Dort wurden wir schon sehnsüchtig erwartet. Taschen abstellen, ein schnelles Bolten (is´ Pflicht) und dann weiter mit Auto zum Borussia-Park. An der Raute war diesmal unser Treffpunkt, da es einen Junggesellen zu verabschieden galt. „ „Kasey“ vom FC Mythos 2001 verbandelt sich mit Suse von der Blauen Raute, und so machten ihn seine Kumpels (wer so ne Kumpels hat, braucht wohl keine Feinde mehr) nett zurecht und schickten ihn los, aus einem Bauchladen diverse „Männerartikel“ zu verkaufen. Manche Bräuche werde ich nie verstehen – als ob der arme Kerl nicht schon gestraft genug ist ;-) (SPASS!!!).

Das Spiel unserer Borussia, was soll man dazu sagen. 3 Tore gegen die Bazis in den ersten 10 Minuten!! Sensationell!! Meine Meinung: Auch wenn´s am Ende nicht gereicht hat, wer hat diese Saison schon so den Meister vorgeführt? Nur der VfL!!! (Das Ergebnis übrigens: 3:4)
Im Anschluss ging es dann ins Fanhaus. Die Spreeborussen trafen sich alle an der rückwärtigen Seite an Tisch 3. Es wurde ein schöner Abend. Wir feierten den Saisonabschluss endlich mal wieder gemeinsam bei Alt, Pils und jeder Menge guter Laune, Walli bekam ihre langersehnte Ehrenmitgliedschaftsurkunde und man ließ die Saison mit kleinen Anekdoten unserer nationalen und internationalen Spielen Träumereien über die nächste Zeit noch mal Revue passieren.

Dank dem hervorragenden DJ Ralle wurde dann auch das Tanzbein geschwungen, und hier möchte ich mich den Worten Dirkis anschließen: Danke an unsere Mädels für die tollen Tanzeinlagen. Alles in allem war es ein schöner Saison-Abschluss und ich sach ma: Wir sind auf einem guten Weg…
Wann uns das Taxi zu unserem Bettchen brachte, entzieht sich meiner Kenntnis, das ein oder andere Alt und einige Sambucca taten ihre Wirkung und ließen mich die Zeit vergessen.

Am Pfingstsonntag hieß es, nicht allzu spät aufzustehen, da die kleine Borussia im Grenzlandstadion gegen K… antreten mussten. Da es für uns noch ein – ja, staun – unbekannter Ground war, konnten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Etwa 500 Gleichgesinnte waren vor Ort, Spreebo-Suse von der Tribüne und einige Ultras aus der Kurve machten ordentlich Stimmung. Unsere „Kleinen“ gewannen mit 1:0 (Torchancen nutzen die wie die Großen) und schickten damit K… in die Oberliga. Und tschüss! (Update: Durch den Zwangsabstieg von Wuppertal verbleiben die K…er dann doch in der Regionalliga West)
Mein Fazit: ein kleines, gemütliches Stadion, dem man, wenn es denn passt, öfter seine Aufwartung machen sollte. Lediglich mit der Bolten-Versorgung hapert es noch ein wenig.

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Spreeborussen und Blaue Raute im Grenzlandstadion

Nach dem Spiel hieß es die letzten noch anwesenden Berliner (Suse und Torsten) auf die Heimreise zu schicken. Wir, Silke und ich, blieben wegen oben angeführten anstehenden Feierlichkeiten im Westen zurück.

Die folgenden Tage ließen wir es ruhig angehen. Pfingstmontag ging es nochmal zum Fanhaus, besser gesagt zum Parkplatz davor. Da waren ja schließlich noch die Marktschreier. Die auf und die vor den Wagen hatten sich aber wohl am Sonntag schon genug angeschrien, so dass es recht übersichtlich war, war sich da bei kleinen Regenschauern so tummelte. Aber für einen Rundgang und Schnäppchen-Bummel reichte es. Als wir wieder losfuhren, klarte es auf und wir beschlossen, noch einen kleinen Abstecher zum Korschenbroicher Schützenfest zu machen. Als wir an der Bolten-Brauerei vorbei kamen, wollte ich mich absetzen lassen und in den dortigen Biergarten gehen. Der war aber – witterungsbedingt – geschlossen. Na gut, also Schützenfest. Wir waren noch gar nicht richtig angekommen, da wurden wir schon von Kiki gesichtet „Ej, wat machen denn Spreeborussen hier“. Eins muss man sagen, Tower und auch der Herr Bonhof machte auch in einem anderen Outfit eine gute Figur.
Über die Holzgewehre (ok, mit angesteckten Blümchen) sag ich mal nichts. Die erinnerten mich aber mehr an meine GST- und NVA-Zeit. Da musste ich mich mit ähnlichen Teilen durchs Gelände bewegen.
Wir probierten dann noch hier und da das ein oder andere Alt und als wir bei Schüssel-Alt unseren Rundgang beendeten, stellte ich fest, Bolten schmeckt mir doch am besten. Und wo gibt’s das? Bei Juli + Burki in Viersen. Da sitzt es sich auch in der Küche am besten und der gut gefüllte Kühlschrank (1/3 Essen und 2/3 Bolten) ist immer in greifbarer Nähe.

Nach einem verfaulenzten Dienstag, an dem einzig Burki arbeiten musste und wir nur kurz ein paar Einkäufe erledigten, entschlossen wir uns am Mittwoch, ins Nachbarland nach Arcen zu fahren. Dort gibt es ein Thermalbad mit schön warmen Entspannungsbecken, Kräuterschaumbädern, Massagebecken, Sauna usw. usw. Keine Rutschen, keine Kinder, dafür Ruhe und keine Hektik. Lustig waren die „Unter-Wasser-Massage-Straßen“. Man kam sich vor wie beim Speed-Dating. In einer Reihe Massagedüsen in allen Höhen (und Tiefen), man stellt sich an und genießt den ersten Strahl. Dann, nach ca. 60 Sekunden: PIEP – und alles bewegt sich einen Strahl weiter, nach weiteren 60 Sekunden….
Spass machte auch das Strömungsbecken, da konnte man sich so richtig „rumtreiben“ lassen, Runde um Runde. Die 2,5 Stunden vergingen wie im Flug, wir probierten alles aus, und als nicht nur die Finger schrumpelig waren, machten wir uns auf den Heimweg.

Zum Beginn des Wochenendes, alle Bolten-Besorgungen waren erledigt, stand dann ja noch ein Highlight an, die Hochzeit von Suse (Blaue Raute 18) mit Torsten (Mythos 2001). Es kam, wie es immer kommt. Nach dem sich die Hochzeitsgäste ein wenig beschnuppert hatten und man sich dann auch im „feinen Zwirn“ wiedererkannte, wurde es eine lange Nacht. Es wurde viel gesungen und getanzt und auch das ein oder andere alkoholische Getränk auf das Brautpaar genossen. Wir feierten bis zum Morgengrauen.

Geschrieben von Neumi im Juni 2013

Spreeborussen-Versammlung am Bosporus oder: Kann man die Servietten essen?

Euroleague Fenerbace Istanbul – Borussia am 6.12.2012 (0:3)

Mittwochs um halb 6 Uhr morgens, klingelt der Wecker. Das übliche Prozedere im Bad und dann mit gepackter Tasche zur Arbeit. Der Countdown läuft. Irgendwie geht heute alles viel leichter von der Hand, die Stunden fliegen dahin und schon ist es Zeit, die Arbeit ruhen zu lassen und sich an der Tram-Haltestelle mit Silke zu treffen. Vorher noch einen schnellen Kaffee in Leons Backstube, vom Chef selbst kredenzt, der Fener-Fan ist und gern mit uns mitkommen würde. Gute Wünsche von ihm auf den Weg und ab nach – nee, nicht BER, sondern immer noch SXF. Bald war die Spreebo-Reisegruppe (Ost) versammelt und man checkte ein. Fast zeitgleich traf sich die zweite Spreebo-Reisegruppe (West) in TXL. In Schönefeld traf man auch noch einige andere Borussen mit gleichem Ziel, die große Stadt am Bosporus. Erste lustige Begebenheit war der Besuch einer Raucherlounge in einer menschenleeren Abflughalle. 6 Leute hatten bequeme Stehplätze, als ein siebter dazu kam, wurde es eng. Die Tür dieses Glaskastens war übrigens im Western-Stil nur etwa schulterhoch – sehr intelligente Bauweise, um die Nichtraucher zu schützen).
Der Flieger war pünktlich, und nach verdösten knappen 3,5 Stunden landeten wir am Flughafen Istanbul Sabiha Gökçen in Asien. Mit uns kamen fast zeitgleich auch Fanprojekt-Flieger aus Düsseldorf an und es gab ein großes Hallo in der Vorhalle. Nachdem wir uns dann endlich wieder versammelt hatten, suchten wir den Bus zum Taksim-Platz, drängelten uns im wahrsten Sinne des Wortes rein und dachten, nun geht’s schnell Richtung Hotel. Denkste! Wir brauchten für die eigentlich halbstündige Fahrt 1,5 Stunden, Stau fast vom Flughafen an. Irgendwann angekommen, stiegen wir erst in die Metro und dann in die Straßenbahn-Linie 1, nachdem wir die Beschaffung der Fahrchips (wie beim Autoscooter) verstanden hatten. So erreichten wir dann relativ zügig unser Hotel. In unserem warteten schon Suse und Tochter Steffi, kurz frisch machen und dann ab auf die Piste, die anderen suchen. Treffpunkt war die Galatabrücke. Zumindest die Hälfte der Brückenkneipen waren in Gladbacher Hand. In der Bar „Sirena“ trafen wir dann auf einen großen Teil der Spreebos und viele andere bekannte „Nasen“. Wenn man sich anfangs noch vorgenommen hatte, etwas zu essen – nach dem dritten Bier war das vergessen und der Hunger weg. Es wurde ein längerer Abend mit vielen Efes, einigen Raki und irgendwann doch auch noch einem kleinen Imbiss. Gegen Morgen machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, um uns zur Ruhe zu begeben.

Nikolaus-Euro-Spieltag klingelte wieder der (Handy-)Wecker. Diesmal erst kurz vor 9 Uhr, aber es gab ja nur bis 10 Uhr Frühstück. Und wirklich, als ich mir 10 Minuten vor 10 noch ein paar Würstchen und Rührei holen wollte, waren zumindest die Zangen und Löffel schon abgeräumt. Na ja. Während Silke danach noch ein wenig Schlaf nachholte, machte ich mich mit Suse und Steffi auf, ein wenig durch die Altstadt zu bummeln. Es wurden dann 2 Stunden Power-Shopping. Aber man ist ja „hartgesotten und leidgeprüft“.

Nun aber los! Silke abholen, umziehen und ab ins „Sirena“ zur Spreeborussen-Nikolaus-Versammlung und Vorglühen. Also Versammlung ist dann doch etwas zu viel gesagt, aber es waren 26 (!) Spreebos versammelt und es wurde ausreichend über Fahrten, Karten und Spreebo-Events sinniert. Dann wurde es irgendwann Zeit, zu den vom Fanprojekt organisierten Dampfern zu gehen. Es wurde eine schöne Lichterfahrt, ca. 1,5 Stunden von Galata auf dem Bosporus bis zur großen Bosporus-Brücke und dann zum Anleger auf der asiatischen Seite Istanbuls. Es wurde viel gelabert und die Zeit für ein Gruppenfoto genutzt. Leider hatte der Regengott gerade wieder Dienst, so dass es an Deck und beim Marsch zum Stadion recht ungemütlich war.

Nachdem wir uns dann alle einzeln durch ein winziges Tor zum Stadioneingang gezwängt, Kleingeld und Feuerzeuge abgegeben und einen oder zwei Schokoriegel empfangen hatten, standen wir endlich im Oberrang. Das Spiel war kurzweilig. Da es ja um nichts mehr ging, konnten sich auf dem Platz auch mal die Spieler zeigen, die sonst eher im Hintergrund agieren. Und das machten sie richtig gut. Wir auf den Rängen waren den Fener-Fans ebenbürtig und unsere Jungs auf dem Rasen 3 Tore besser. Ein wirklich schöner internationaler Jahresabschluss. Nachdem dann unsere Gastgeber alle schon zu Hause waren, durften wir auch endlich den Block verlassen, gingen zu unseren Dampfern und fuhren wieder, diesmal auf der Kurzstrecke, zur Galatabrücke, wo man den Abend oder die Nacht in verschiedenen Kneipen der Altstadt ausklingen ließ, getreu dem schönen neuen Lied „Wir versaufen unser Geld – in den Kneipen dieser Welt – International…“
Am Freitag war das Wetter nicht besser. Das sollte uns aber nicht abhalten, doch einige Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Erstmal die ersten Heimfahrer verabschieden und dann ab ins Getümmel, nicht ohne einen „5-TL-Touri-Regenschirm“ gekauft zu haben. Los gings – Topkapi-Palast. Nur Schulklassen, na ja, man ignorierte den Lärm und nutzte immer geschickt die kleinen Lücken zwischen zwei Gruppen. Toll – Akku vom Foto alle. Da man aber eh etwas durchgeweicht und kalt war, ging es für eine kurze Pause zum Aufladen (Foto + wir) ins Hotel. Dann wieder los, kleiner Imbiss in unserer „Stammkneipe“, danach zum Großen Basar und später am Abend Treffen mit Biggi und Werner zum Abendessen. In einer kleinen Seitenstraße, fernab vom Touri-Trubel, fanden wir einen kleinen Laden, die Speisen in der Auslage sahen gut aus, also rein. Wir waren die einzigen Gäste, suchten uns Vorspeisen und Hauptgerichte aus und ließen es uns gut gehen. Natürlich kam zum Vorspeisenteller auch ein Brotkorb. Auf diesem lag, schön gefaltet, für jeden eine Serviette. Dachte ich. Also, die erste genommen und wollte sie Silke reichen, aber Moment??!! So mehlig?? Ups, das ist ja ein ganz dünnes Fladenbrot. Gekostet – und stimmt, die Fließserviette ist wirklich zum essen. Die anderen amüsierten sich prächtig und den Rest des Wochenendes musste ich mir immer wieder die Frage gefallen lassen, ob ich nicht auch meine Serviette kosten möchte. Wer den Schaden hat…

Am Samstag schien endlich mal die Sonne. Bestes Wetter, also raus, Fotos schießen und die Stadt erobern. Als erstes in den Untergrund, die unterirdische Basilika-Zisterne anschauen. Gigantisch! Viele riesige Säulen, Medusa- und Wunschsäule, Fische im Wasser und James-Bond-Feeling, der da schon mal durchgerudert ist. Wieder oben und einen türkischen Kaffee später stießen wir auf Theo, kurz darauf auch auf Biggi und Werner, und es ging weiter mit der Blauen Moschee innen und der Hagia Sophia außen. Bei einer kurzen Rast in unserer „Stammkneipe“ stießen dann auch noch auf Ralle und Tillemann zu uns, gemeinsam ging es dann weiter über die Galatabrücke zum Galataturm. Der steile Aufstieg erinnerte ein wenig an Marseilles Notre-Dame. Leider standen zu viele Leute dort an, so dass wir uns die Turmbesteigung ersparten. Wir schlenderten weiter über eine riesige Shoppingmeile zum Taksim-Platz und machten uns von da aus durch dunkle und steile Gassen und Treppen auf den Rückweg. Schließlich mussten Tillemann und Ralle zurück zum Hotel und dort zu ihrem Transfer zum Flieger nach Hause. Wir schlossen den Abend mit leckerem Kebap und einigen Efes in unserer „Stammkneipe“ ab.

Treffen am Sonntag früh um 9 Uhr, der von Werner organisierte Privattransfer zum Flughafen war pünktlich und so ging es stau- und stressfrei und sehr bequem zum Flughafen. Nach zollfreiem Einkauf saßen wir bald im Flieger zurück nach Berlin-SXF. Es wurde noch überlegt, ob man das Spiel gegen Mainz im Eck guckt oder doch zu Hause. Es sollte ganz anders kommen. Landeanflug auf Schönefeld, aber der Flieger wollte und wollte nicht so recht sinken. Komisch. Müßten wir nicht so langsam runter? Der Pilot meldet sich zu Wort und erklärt uns, dass beide Berliner Flughäfen derzeit wegen starkem Schneefall geschlossen sind und wir erstmal warten, ob sich an der Lage was ändert. Also kreisten wir über Berlin. 10 Minuten später entschloss sich der Pilot wegen Spritmangel, nach Hannover auszuweichen. Toll, wat solln wa denn da? Landung dort klappte trotz Schnee. Und dann saßen wir da, ncihts mit Aussteigen, Bahn fahren oder so. Sitzen, tanken, sitzen und warten. Man, tat mir der Arsch weh! Dann gings wieder zurück nach Schönefeld. Landeanflug 2. Versuch. Abwärts gings durch die Schneewolken, wir sahen schon fast die Landebahn, und … denkste! Durchstarten und noch eine knappe Stunde kreiseln über Berlin. Aller guten Dinge sind 3. Wir durften dann also doch noch landen und die Odyssee hatte ein Ende. Ein erlebnisreicher internationaler Fussballtrip ging zu Ende. Was bleibt, ist die Frage, ob man die Servietten im Eck auch essen kann…

Geschrieben von Silke und Neumi im Dezember 2012

Von Grundnahrungsmitteln und Luxus

Euroleague-Heimspiel gg Istanbul am 4.10.2012 (2:4) und Bundesliga-Heimspiel gg Eintracht Frankfurt am 7.10.2012 (2:0)

Da war es wieder! Dieses Gefühl, wenn man nicht mehr weiß, wo geht es hin. Wo wir herkommen, was war und wo wir hin wollten, war klar. Aber die Realität sieht halt anders aus.

Es ist Freitags morgens halb elf und ich sitz hier in der Küche in VIE, Nähe MG, bei der Blauen Raute. Die anderen pennen noch, und ich trink das erste „Konter-Bolten“ und muss mir meinen Frust von der Seele schreiben. Wenn ich nach draussen aus dem Fenster gucke, sieht es genauso aus, wie ich mich fühle: wolkig, grau, kalt – eben beschissen.
Ich habe Hunger! Aber keiner will wohl aufstehen. Sollte ich mir doch die Spaghetti aus dem Kühlschrank „aufbraten“? Pfanne und Öl hab ich schon gefunden, wo ist Knobi? Aglio Olio wäre ein gutes Frühstück. Noch ne Ziggi, und dann fang ich mal von vorne an, essen wird ja überbewertet. Noch´n Bolten? Man ich muss ja noch Altbier-Burki´s Auto vom Bahnhof holen (und Brötchen). Lieber nicht. Oder doch? Mal sehen.
Der Magen knurrt. Wo könnte Knobi sein? (@Dürki: oder ´ne Garnele sich versteckt haben?)
Dabei fing alles so gut an…

Es war der Donnerstag nach diesem komischen „Feiertag“ (der Einheit!?) Meine Höfe waren sauber, Napi, Silke und ich – der Neumi – machten uns auf den Weg nach MG bzw. VIE, um unsere Borussia zu unterstützen. Am Ostbahnhof stieß dann noch Lea zu uns. Joe sagte, er schafft´s nicht und kommt einen Zug später nach. Die Fahrt verlief sehr ruhig. Dann Personen im Gleis. Wieso immer, wenn wir fahren? ICE verspätet, Regio aber zum Glück auch, das erste Bolten in VIE, Fanhaus, Raute am Stadion, Block 18 und es ging los. Toll! Alkfreie „Plörre“, na ja, UEFA halt. Also keine Getränke, wer will schon Brause? Es ließ sich auch alles gut an. 1:0 de Jong. Und dann… 1:1, 1:2, 1:3. Nochmal ein Hoffnungsschimmer, 2:3! Bumms, Traum zerplatzt, 2:4! Abpfiff. Was soll man dazu sagen, mir fehlen ein wenig die Worte. Aber, trotz der Leistung auf dem Platz versteh ich nicht, warum das (Achtung: Übertreibung!) halbe Stadion sich schon vor dem Abpfiff auf den Weg nach Hause macht. Vor allem in der Nordkurve! Was sind das für Fans? Man muss ja hinterher nicht unbedingt applaudieren, aber in der ca. 80 Minute schon gehen? Sorry, aber dafür fehlt mir jedes Verständnis!!! Mein Fazit dieses Abends ist jedenfalls: Wir (Mannschaft) sind noch nicht so weit für International. Wir (Fans) sollten uns zu Hause mehr zusammenreißen und unser Team, also unsere Elf, unterstützen. Lasst uns die Spiele in Marseille und Istanbul genießen und feiern, scheiß aufs Weiterkommen international und meinetwegen auch im Pokal. Wichtig ist die Liga. Laßt uns die Spiele einfach so mitnehmen, die Borussia soll in der Buli versuchen, das Bestmögliche zu machen.

So, Altbier-Burki ist erwacht. Mach ich jetzt Brötchen + Auto holen, oder doch Spaghetti? Mal sehen, das WE ist ja noch lang.

Wir holten dann doch Brötchen, Zeitung und Auto, irgendwie. Nach einem ausgedehnten Frühstück beschlossen die Mädels, noch ein wenig Augenpflege zu betreiben. Burki und ich wollten dann los, um in seine Firma zu fahren und kurz was zu erledigen. Er musste nur noch schnell „für kleine Borussen“ und schon geht’s … Nee, denkste. Neumi döste auf der Couch ein. Ca. 1 Stunde später gingen wir dann los. Ich hab mal seinen früheren Arbeitsplatz in VIE gesehen. Als wir nach Hause kamen, waren die Mädels gerade auferstanden und wir gingen auf Einkaufstour. Erst Fan-Shop, diverse Kleinigkeiten erwerben, dann in eine große „Kaufhalle“, um ein wenig für die nächsten Tage zum Beißen zu besorgen. Nach einer leckeren selbstgemachten Pizza und ein paar Bolten später machten wir noch einen Plan für den Samstag. Da das U23-Spiel gegen Bochum abgesagt war, mussten wir uns ja was neues einfallen lassen, um nicht nur zu Hause zu sitzen und noch in Bolten-Not zu kommen. Der Plan stand und wir betteten uns zur Ruhe.

Wir saßen beim Frühstück und plötzlich kam ne SMS von Ralle: „Bin ca. 14 Uhr am Grenzlandstadion“ Halt! Rückruf und erstmal Bescheid geben, das Spiel fällt aus. Gut, dass er noch nicht losgefahren war. Wir begannen dann auch unser Programm. Juli begab sich zu ihren „Alten“, um sie in einer Samstagsspätschicht zu pflegen und wir fuhren nach MG-Odenkirchen, um einen wirklich kleinen feinen Tierpark zu besuchen. Wir waren die einzigen Besucher, was wohl an dem Regenwetter lag. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass wir die Attraktion des Tierparks waren, die „Einwohner“ benahmen sich jedenfalls so. Wir wurden an allen Gehegen, Ställen und Behausungen beäugt, bestaunt und bewundert. Ob das wohl an dem käuflich erworbenen Tierfutter und den mitgebrachten Leckereien in unseren Taschen lag?

Die alten Brötchen und Möhren wurden verfüttert und die drei Bären freuten sich über die Mandarinen. Bald werden sich die drei noch mehr freuen, wenn sie nicht mehr in den kleinen Gehegen sein müssen, sondern in den Bärenwald an die Müritz umziehen (Als wir mal in Waren waren…) Da haben sie es dann richtig schön.
Der Regen hatte aufgehört und langsam füllte sich der Park. Burki wollte noch zum Fan-Shop im Marienhof. Als wir ankamen (16.10 Uhr), war schon zu. Na ja, ist halt keine Großstadt. Also ab nach VIE zur Kirmes. Eine Runde, um alles zu sehen, eine Bratwurst, Toilettenbesuch, und schon waren wir wieder am Bierstand. Äh, das waren jetzt 20 Minuten. Na gut, noch´n Alt (aus 0,2 l – Spaßgläsern). Was wollen wir hier noch machen? Ab nach Hause, prüfen, ob die restlichen Bolten noch gut sind und langsam Abendessen machen, denn irgendwann kommt ja auch Abendschwester Rabiata, äh, nee, Juli hungrig von ihren Schutzbefohlenen. Es wurde dann doch wieder nach Mitternacht, bis wir uns betteten.

Spieltage laufen immer gleich ab. Frühstück, Zeitung, mit dem Zug nach Rheydt fahren, Shuttlebus zum Fanhaus, Raute am Stadion, Block 18… Heute war es ein bisschen anders. Sachen packen, Juli verabschieden, mit dem Auto nach Rheydt… Schließlich mussten wir ja nach dem Spiel noch nach Hause an die Spree. Die Borussia spielte zwar nicht überragend, aber zum Abschluss des WE gab es trotzdem noch einen Sieg! 2:0 gegen die Eintracht! Vor allem zu Null. Und nie wurden „Hurensöhne“-Gesänge der Gästefans so schön zum Verstummen gebracht wie durch Arango in der 8. Spielminute!
Diesmal ging es dann hinterher nicht zum Fanhaus, sondern direkt zum Shuttle-Bus und nach Rheydt. Wir fuhren über Duisburg, DK und Napi über Düsseldorf zum ICE. Die beiden hatten schon Sitzplätze mit Tisch besorgt und so wurde es eine unterhaltsame Fahrt nach Hause. Der Schaffner wurde zur Handhabung von Ferrero-Tickets im Zusammenhang mit Gruppenfahrten befragt, Fahrten nach- und vorbereitet, Geschichtsthemen behandelt (es war ja schließlich der 7. Oktober) und vor allem die Frage geklärt, ob Butter ein Grundnahrungsmittel oder Luxus ist.

Alles in allem war es ein schönes verlängertes WE, bei dem man viel gelacht, gelernt, gesehen, sich ein bisschen geärgert und festgestellt hat, dass Hopfensaft immer noch schmeckt!

Geschrieben von Neumi im Oktober 2012

Als wir mal in Waren waren

Hansa Rostock – Lyngby BK im Juli 2012 (5:0)

Liga, Pokal, JHV, Spreebo- und andere Familienfeiern waren vorbei. Die EM war in vollem Gange und wir machten Urlaub in Waren. Schließlich muß man sich ja in einer relativ fußballfreien Zeit erholen, da in der kommenden Saison einige interessante Spiele mehr zu bereisen sind. Man muß ja die Chance waren, auch International das eine oder andere Spiel zu besuchen. Die Tage in Waren (an der Müritz) waren erlebnisreich und wir hatten, bis auf manchmal mit dem Wetter, unseren Spaß. Ob Dampferfahrt oder Affenwald, ob Sommerrodelbahn oder Motorboottour, ob Minigolf oder Bärengehege, wir wollen hier gar nicht über jede Unternehmung und Story schreiben. Aber während einer Motorradtour fielen uns Plakate auf, auf denen zu lesen war, dass im Waldstadion des Malchower SV 09 ein Testspiel stattfindet. Der FC Hansa Rostock spielt gegen Lyngby BK. Nun interessierte uns ja „die Kogge“ noch nie. Und da sie ja schon lang nicht mehr „in unserem Fahrwasser rumschippert sondern mittlerweile auf irgendwelchen Feuerlöschteichen dahindümpelt“, dachten wir, schauen wir uns doch mal so einen dänischen frischgebackenen Erstligaabsteiger an.

Gesagt getan schwangen wir uns am Mittwoch, dem 4.7.2012, aufs Motorrad und fuhren – in diesem Urlaub übrigens schon zum dritten Mal – nach Malchow. Das Stadion war schnell gefunden, wir waren natürlich mal wieder viel zu früh und so kamen wir nach Entrichtung von sagenhaften 5 Euro Eintritt pro Person trotz zahlreich anwesender Einsatzkräfte der Polizei ohne jegliche Kontrolle ins Stadioninnere. Die Bezeichnung Stadion ist dabei sicherlich etwas hoch gegriffen, aber immerhin gab es eine VIP-und Ehrentribüne, ausserdem eine Stehplatztribüne für die Heim- und eine für die Gästefans.

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Ziemlich schnell entdeckten wir einen Tombola-Stand und einer der Hauptpreise war doch tatsächlich eines der schicken Auswärtstrikots unserer Borussia. Allerdings blieben unsere Versuche, das richtige Los im Topf zu finden, wie üblich erfolglos. So entschlossen wir uns, unsere mühsam zusammengesparte Urlaubskasse nicht weiter mit solchen Sinnlosigkeiten zu strapazieren und begaben uns stattdessen zu den Ständen, wo man fürs Geld auch wirklich etwas bekommt. Gerade mal 2 Euro mussten wir für ein 0,5er Bier berappen, 1,90 Euro wurde für eine ziemlich leckere Bratwurst fällig. Das lässt man sich doch gefallen. So gestärkt machten wir es uns dann auf der Sitzplatztribüne neben den VIPs gemütlich und beobachteten, wie sich der Waldsportplatz langsam füllte. Erstaunliche 1347 zahlende Zuschauer schauten den Hansa-Spielern dann längere Zeit beim Warmmachen zu, von den Gästen aus Kopenhagen war weit und breit nix zu sehen. Kurz vor dem geplanten Anpfiff um 19 Uhr wurden wir dann darüber aufgeklärt, dass sich der Spielbeginn wohl um ca. 25 Minuten verzögert, der Bus mit Mannschaft und Betreuern aus Kopenhagen hatte sich in der Großstadt Malchow (knapp 6800 Einwohner) verfahren, kam schließlich um 19 Uhr aber doch noch am Sportplatz an.

Ob es nun an der Verspätung und damit verbundenen sehr kurzen Zeit zum Warmmachen für die Lyngby-Spieler lag, ob die Mannschaft von Lyngby BK tatsächlich so schwach oder Wolfgang Wolf es wirklich geschafft haben sollte, aus der Gurkentruppe aus Rostock eine Mannschaft zu formen, die Fussball spielen kann – wahrscheinlich eine Mischung aus allem sorgte dafür, dass das Spiel 5:0 für Hansa Rostock ausging. Zu unserem Erstaunen sahen wir eine richtig spielstarke Hansa-Mannschaft, die schon in der ersten Halbzeit keinen Zweifel daran aufkommen ließ, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten und dazu auch in der Lage sind. In dieser Form wird es sich wohl kaum vermeiden lassen, dass die Rostocker nur diese eine Saison in Liga 3 spielen und danach wieder eine Klasse höher ihr Unwesen treiben werden.

Alles in allem war es ein kurzweiliger Urlaubsnachmittag bzw. -abend, der noch mit einem „Schreckchen“ enden sollte, das sich dann aber als Harmlosigkeit entpuppte. Wir düsten nach dem Spiel wieder zurück nach Waren. Die leicht kurvige Landstraße war fast leer, also wurde auch ein wenig am Gashahn gedreht. Kurz vor Waren kam uns ein Einsatzfahrzeug der Ordnungshüter entgegen und schaltet auf unserer Höhe sein Blaulicht ein. Kurzer Blick in den Spiegel, ob er wendet, nö, ok. Hinter der nächsten Kurve wartete der Nächste und ein Wachtmeister winkte freundlich mit seiner Kelle. Oh oh. Man bat uns freundlich, auf den vorhandenen Waldparkplatz zu fahren (entgegen der vorgeschriebenen Einbahnstraße!), da in wenigen Minuten ein Schwerlasttransport kommt. Puh, Glück gehabt, nur eine kleine Zwangspause. Es waren dann zwei Sattelzüge mit Schiffspropellern, die wegen ihres Durchmessers die ganze Straßenbreite einnahmen (laut Aussagen unseres Vermieters waren das noch „Kleine“) und immer noch in Waren hergestellt werden. Man muß also nicht immer gleich das schlimmste denken, wenn man mal etwas flotter unterwegs ist.

Geschrieben von Silke und Neumi

Donnerstagmittag geht es los…

…  zum Stadion am … äh, Borussiapark

Relegation Hinspiel gg Bochum 19.5.2011 (1:0)

Theoretisch zumindest. Geplant war ein kompliziertes Abholen und Abgeben von Autos in Berlin-Tempelhof, danach Abholen von weiteren Fläminger Mitfahrern in Schönefeld um 12 Uhr, um dann, theoretisch direkt nach Mönchengladbach weiterzufahren. Wir bogen dann aber lieber noch mal Richtung Tempelhof ab, um Magic am Straßenrand zuwinken zu können und die Dauerkarten aus dem Austausch-Auto noch mitzunehmen… also war es dann doch erst wieder Nachmittag, bis wir uns endlich auf den Weg an den Niederrhein machten.
Die Stimmung war dennoch gut, trotzdem es auch etwas eng war, so zu fünft im Auto. Doch dank des Fahrerwechsels auf der Hälfte der Strecke, durfte auch die Rückbank-Aufstellung fast komplett gewechselt werden. Nur Matze alias Määthes, blieb dabei auf der Strecke… bzw. auf der ganzen Strecke auf der Rückbank…

Gegen halb sieben trafen wir dann in Gladbach ein und parkten sogleich auf unserem, von DK organisierten, P2-Reihe 1 Parkplatz, um noch miterleben zu können, wie andere sich um ihre Parkplätze prügelten. Der Besuch im knackevollen Fanhaus war dank der fortgeschrittenen Zeit dann eher kurz. Im Stadion musste DK seinen gewohnten Bereich zugunsten der obersten Stufe verlassen, die der Borussia einfach mehr Glück brachte. Dies ließ jedoch lange auf sich warten. Nachdem Anfang der zweiten Hälfte das Spiel deutlich abfiel, merkte wohl jeder, dass hier etwas passieren musste. Und so stimmten alle Borussia-Anhänger im Stadion in einem einzigartigen Moment in den Support ein und erschufen eine unglaubliche Stimmung. Dass dies auch die Mannschaft spürte, war deutlich zu merken, denn fast sofort ging das Spiel wieder nach vorne und mehrere Torchancen wurden herausgespielt. Leider fiel das Tor jedoch nicht und gegen Ende glaubte ich wirklich nicht mehr dran, dass hier noch etwas passieren würde. Na ja, immerhin kein Gegentor im eigenen Stadion. Als ich es mir gerade schönreden wollte, fiel das Tor! Doch der Schiedsrichter wurde bestürmt, auf der Anzeigetafel erschien kein 1:0 (das Spiel war ja auch zu Ende…) Hatte der Schiri das Tor gegeben oder zählte es womöglich nicht? Doch es zählte und wir hatten wirklich das Spiel mit Schlusspfiff gewonnen. Unglaublich!
Nachdem der Ausflug also doch nicht ganz umsonst gewesen war, machten wir uns in Hochstimmung (und fast ohne Stimme) um kurz vor 12 wieder auf den Rückweg. Bis Hannover trällerten wir noch „die Seele brennt“ und der Rest der Fahrt wurde größtenteils schlafend verbracht. Um halb 6 „landeten“ wir wieder in Schönefeld, um 6 war ich wieder zu Hause und kroch erstmal ins Bett. Im Gegensatz zu Lea, die direkt in die Schule fuhr, um anschließend zur Partyvorbereitung nach Spandau weiterreisen! Respekt! Nun heißt es nur noch Weiter-Zittern bis zum Rückspiel…

Autor unbekannt