Drochtersen/Assel!

Nur drei Tage nach der triumphalen Rückkehr aus Bern verließen am Samstag, dem 20. August 2016, sechs Spreeborussen erneut ihr gemütliches Spree-Eck. Verzichteten auf gezapftes Bier am Vormittag, auf Sky gucken in gemütlicher Runde und machten sich auf den Weg in beschauliche Drochtersen/Assel.

Der Morgen begann recht positiv. Der Zug kam pünktlich im Berliner Hauptbahnhof an. Der Präsident und Gemahlin haben die Plätze in Beschlag genommen und es konnte losgehen. Zudem gesellten sich noch Freunde von Block B und den Berliner Fohlen zu uns. Nach kurzer Fahrt die erste Hiobsbotschaft… „Ein Baum im Gleis“ sollte der Grund für eine geänderte Zugführung und natürlich für Verspätung sein. Nach nur wenigen Minuten wieder „ein Baum im Gleis auf der Ausweichstrecke…“ und noch mehr Verspätung. Keine Ahnung, welcher Scherzkeks da über Nacht Bäume ins Gleis getan hat…, aber schlussendlich verschönerten Bier, Buletten und nette Gespräche die Fahrt nach Hamburg.

Dort angekommen machten wir uns auf den Weg in die wohl beste Bahnhofskneipe im Hamburger Hauptbahnhof :-) Man wurde wie immer nett empfangen, schnell wurde ein Bier getrunken, die Einheimischen machten sich lustig über unseren Reisezielort Drochtersen/Assel und weiter ging die Fahrt nach Stade.

Nun ja… Stade zeigte sich von seiner besten Seite. Es war grau, kühl, regnerisch. Allein ein Imbiss in der Nähe des Burggrabens brachte Licht in diese Stadt. Nach etwa einer Stunde Wartezeit wurde die Reise fortgesetzt. Mit einem extra von der Polizei bestellten Bus ging es nun weiter nach Drochtersen/Assel. Der Busfahrer ließ uns vor einem großen Getränkemarkt raus, welcher auch umgehend gut besucht war. Zu Fuß ging es weiter Richtung Stadion. Dort trafen wir noch andere Spreeborussen und bekannte Gesichter.

Das Spiel war an Spannung nicht zu überbieten und wurde am Ende haushoch und verdient mit 0:1 gewonnen. Die Gästetribüne war ein bauliches Meisterwerk und man kann sagen, dass die Leute in Drochtersen sehr nett zu uns waren.

Die Rückfahrt nach Stade konnten wir liebenswürdigerweise mit Autos zurücklegen. Danke dafür an alle Beteiligten!!! Von Stade aus ging es wieder nach Hamburg und in die wohl weltbeste Bahnhofskneipe :-) Planmäßig mit nur etwas Verspätung kamen wir in Berlin an. Es war wieder sehr schön! Nun aber wieder husch, husch ins Spree-Eck, bevor uns noch jemand sieht :-)

Geschrieben von Marcy

 

Alle in Weiß in die Champions League

Endlich war es soweit, am Dienstag, dem 16.8.2016, machte sich eine Reisegruppe mit 8 Spreeborussen, dem ausgerufenen Motto getreu alle in weiß, und ein „schwarzes Schaf“ auf den Weg von Berlin nach Bern zum CL-Qualispiel gegen die Young Boys. Na ja, wir wollten uns jedenfalls mit dem Flieger um 10.20 Uhr auf den Weg machen, aber die Fluggesellschaft hatte anderes vor, wie wir nach der Ankunft am Flughafen Schönefeld schnell merken sollten. Auf der Anzeigetafel stand „erwartet 12:15 Uhr“. Was tun?

Zum Glück gibt es einen Biergarten vor dem Terminal D, dort haben wir uns dann niedergelassen und die Wartezeit mit dem ein oder anderen Kaltgetränk überbrückt. Dann steht da auf einmal ein Typ neben uns und erzählt, er kommt aus MG. Nachdem wir uns als Spreeborussen zu erkennen gaben, ruft er einen Freund an, um ihm zu erzählen, dass er gerade mit uns am Flughafen ist. Fragt dann in die Runde: „Kennt jemand von euch den Effi?“ Das Gelächter war groß und das Telefon ging dann schnell mal reihum.

So verging die Zeit praktisch wie im Flug und auf einmal mussten wir gar aufpassen, den unseren nicht zu verpassen. Ab ging es mit 2 Stunden Verspätung nach Basel, nach ziemlich unruhigen 70 Flugminuten von dort mit der Bahn weiter nach Bern. Unbedingt erwähnt werden muss hier noch, dass wir Mimi für den Weg vom Flughafen zum Bahnhof in Basel tatsächlich zu einer Busfahrt überreden konnten.

Nach kurzem Zwischenstopp in den Hotels machten sich alle auf den Weg zum vereinbarten Spreeborussen-Treffpunkt, dem Alten Tramdepot am Bärengraben. Eine wirklich nette Location, leider aber selbst für Schweizer Verhältnisse ziemlich teuer. Aber was soll´s, wir hatten alle Durst… Insgesamt waren wir übrigens mit 15 Spreeborussen vor Ort.

Ein paar Bier später machten wir uns nach und nach alle zu Fuß auf den Weg zum Stadion. Von außen kaum als solches zu erkennen, war es im Inneren aber ganz ok. Wir fanden ein schönes Plätzchen im Block, wurden so Teil der „weißen Wand von Wankdorf“ und konnten nach 90 Minuten ein 3:1 für unsere Borussia feiern. Die Stimmung im Stadion war großartig, auch die YB-Fankurve wusste zu überzeugen. Hat man ja auch nicht so oft.

Und überhaupt waren die Berner tolle Gastgeber, die Atmosphäre vor dem Spiel in der Stadt, auf dem Weg zum Spiel und auch nach dem Spiel war überall sehr friedlich, die Ordnungshüter hielten sich dezent im Hintergrund. So dürfte das gerne immer und überall sein. Wir haben uns jedenfalls sehr wohl gefühlt.

Am Mittwoch ging es dann nach ein wenig Sightseeing ohne besondere Vorkommnisse wieder zurück nach Berlin. Jetzt haben wir noch zwei Tage Zeit, um uns auf der Arbeit von diesem wunderbaren Ausflug zu erholen, bevor wir uns am Samstag wieder auf den Weg machen, diesmal in den hohen Norden nach Drochtersen/Assel zum Pokalspiel.

Es geht wieder los!

Die Sommerpause ist endlich vorbei und man kann sich wieder den wichtigen Dingen des Lebens zuwenden… Borussia Auswärts!

So machten sich am Dienstag, dem 02.08.2016, vier Spreeborussen – drei Amtsinhaber und dessen Fahrer :-) :-) – auf den Weg nach Chemnitz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bezüglich des Abfahrtorts konnte es losgehen. Aus dem verregneten West-Berlin ins idyllische Chemnitz. Auf der Fahrt, für die viel zu wenig Pinkelpausen eingeplant waren, wurde viel gelacht und Robärt verschönerte den Boden des Autos mit Lebensmitteln und Getränken.

In Chemnitz angekommen wurde das obligatorische Foto vor dem Stadion gemacht, ein paar Bier wurden getrunken und ab ging es hinein.

Im Stadion haben wir dann mit Napi, DK und Tillemann noch weitere Spreeborussen getroffen. Nur Helmut ist scheinbar in irgendeiner ominösen Altbierkneipe verschollen, aber hoffentlich wieder aufgetaucht. Überhaupt hat man endlich wieder viele bekannte Gesichter gesehen. Das Spiel an sich war nicht der Hit, aber das war von einem Testspiel kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft, des DFB-Pokals und der Champions League auch nicht zu erwarten gewesen. Am Ende hat Borussia verdient mit 0:1 gewonnen und Dürki hat uns alle sicher wieder nach Hause gefahren. Dafür nochmal ein großes Danke!

Geschrieben  von Marcy

Austrinkpaadie

 

… oder Treffen der Sky-Gemeinde zu Berlin :)))))

Da hat Borussia, ohne es mit uns abzusprechen, kurzfristig für Samstag, den 9.7., ein Testspiel in Mannheim angesetzt. Wir haben alles versucht, aber das Spiel konnte nicht verschoben werden – unsere seit Monaten geplante Party zum 30-jährigen Fanclub-Jubiläum allerdings auch nicht.  

34 von 54 Spreeborussen

34 von 54 Spreeborussen

Nach einer sensationell kurzen und schnell durchgezogenen Spreeborussen-JHV am Samstag Vormittag hatten wir danach noch genügend Zeit, den Saal für die anstehende Feierlichkeit zu dekorieren und alles für unsere Gäste vorzubereiten, ein wenig vorzuglühen und zu klönen, oder einfach nur in der Sonne zu sitzen… Außerdem kommen ja einige Gäste sowieso früher, sei es wegen der Bahnverbindung, vor Aufregung und einfach nur wegen des Durstes.

 

Zur zweiten Nachmittagsstunde hatte sich dann auch tatsächlich ein großer Teil der Gäste schon eingefunden und das Fussi- wie auch das Kegelturnier konnten relativ pünktlich beginnen. Wer nicht sportlich beschäftigt war, schaute hier und da zu, feuerte an, litt mit oder genoss einfach nur die Atmosphäre und das tolle Wetter bei dem ein oder anderen Kaltgetränk.

Alles lief, wenn auch mit kleineren Pannen und einer – hoffentlich nicht allzu schlimmen – Verletzung gut ab, und so konnten wir gegen 19 Uhr vom sportlichen Teil der Veranstaltung zum fröhlichen Feiern übergehen. Pokale, Urkunden und Geschenke wechselten die Besitzer und dann waren wir „einfach nur gemütlich“. Bei Live-Musik von Rumble Pie (na ja, ging so…) und Musik aus der Konserve von DJ Totti (sensationell) feierten wir bis zum frühen Morgen. Ein grandioses Höhenfeuerwerk rundete die Party würdig ab.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die von Nah (Berliner Fanclubs, Fläming-Fohlen, Teltower) und auch von Fern (Sauerland Powerland, Borussen Knights, Plan B, Fohlentramps Oelde… etc.) zu uns gekommen sind und den Tag mit uns verbracht haben. Ihr habt die Party zu dem gemacht, was sie war – GROSSARTIG!!!

Text von Neumi

 

EUROVISION COMMERCE CONTEST 2016

Es war wie erwartet. teilweise grausam, teilweise überraschend. Aber man wusste ja, worauf man sich einließ. Im letzten Sommer sich auf blöd mal für Tickets beworben, ohne dass man wusste, welches Spiel. Nur Tag, Uhrzeit und Ort waren bekannt. von 6 Bewerbungen war eine erfolgreich. Nach der Gruppenauslosung im Dezember der Schock: 4 Tickets für Rumänien-Albanien! Man durchlebte die fünf Phasen der Trauer lehrbuchartig und fand sich schlussendlich damit ab… und vielleicht ging ja noch was drumrum in den weiteren Phasen der Ticketvergabe… Denkste Puppe. Tickets über den Fanclub Nationalmannschaft “powered by Coca-Cola”?!?! OMG! Lass stecken! Später dann noch evtl. Slowakei-England in St. Etienne? Ja, gerne, aber nicht für 145 Steine pro Stück. Blieb es also beim Ost-Gipfel. Nach dem Motto, wenn Dir jemand einen Gaul schenkt, schau ihm doch einfach in sein Maul, ging man in Reiseplanung. 2 Absagen später kam der 18.6. schneller als Weihnachten und der Spuk konnte beginnen. Der Samstag gleich mit dem traditionellen Keramikpunkt! Diesmal Frankfurt-Hbf. Großer Sport! Volle Punktzahl. Columbidaephobiker M. Kuppig (“Tauben raus!”) via Berlin traf auf Asperberger-Hüä (“fass mich nicht an!”) via Hamburg. Brisante Mischung könnte man meinen, aber die Tour war mehr als harmonisch! Gerne wieder.

Nach Abwehr sämtlicher Tauben aufn Bahnsteig und radikaler Kampf-Bettler (Kommando Krass) erreichten wir zersaust und gebeutelt den TGV nur 75 Meter weiter “direkt am Gleis 10 gegenüber”… Wegen einer kleinen Leseschwäche (man hatte mit Scheuklappen irgendwas von 3 für 2 gelesen) noch schnell beim Spar-Express sechs Träger DEUTSCHES Bier gebunkert… Der Durst war einfach zu riesig, um da irgendwie noch zu debattieren, und dans la TGV “is ja alles so teuer”…. Zur Verwunderung aller beiden Beteiligter aber zeigte die Kasse ca. 45€… (Das Angebot galt augenscheinlich nicht für Sechser-Träger) ….Amateure…. Aber Hauptsache Gerstengold …und aufn dreckigen Schaddo Marke “Bordeaux Migrän” hatte niemand den großen Bock. Die Fahrt nach Lyon in Kooperation mit “le Deutsch-Bahn” ereignislos. Ab und an mal’n Grenzbeamter (ja, die gibt’s wieder) mit MP im Anschlag und n Italiener der über Lyon nach Lille wollte?!?! Das Ding rauschte mit 318 Sachen durch die Provinz dauerte aber doch 360 Minuten… Zeit überbrücken können wa gut. Kein Problem.

Mit leichtem Schwips wurde das Quartier abseits aller Touristenpfade bezogen. Gefühlte 800km außerhalb Lyons aber pittoresque! Bonjour enjouement! Zustande kam das über diese Privatmenschen, die ihre Maisonette-Wohnungen für arme kleine deutsche Fuppes-Touristen für lau öffnen. Faire Geschichte. Sehr nette Herbergseltern. Schätz ich mal. Wir haben sie jedenfalls nie gesehen. Schlüsselübergabe in der Rue Tourette durch den Sohn Jules… Er konnte auch englisch. Lahme Info? Nö, finde ich, ist ein Erwähnung wert! Danach noch in nen Pub ums Eck, wo man zunächst gepflegt auf die französische Art ignoriert wurde. Lag evtl. an unserem Schul-Französisch… die Leute hielten uns vermutlich für Spanier. Dabei unterhielten wir uns immer mit der Hand vorm Mund, wie die hochdotierten Profis. Die Bierpreise sind moderat. Ich glaub 15€ für n 1 Liter Pitcher ist ok…  (I looove Sarcasm). Der verschossene Elfer von CR7 gegen good-old-Austria erheiterte selbstverständlich den ganzen Laden.

Sonntag getreu unserem neuen Lieblingsmotto “j’arrete à la Bar” (übrigens handelt es sich hier nicht um die Schwester von David Alaba) auf zum petit dejeuner mit ca. 1-2 Pints zum warm werden. Der nächste Durst kommt bestimmt. Mit dem französischen Nationalgericht Pizza im Bäuchlein gemütlich weiter zum Fußballplatz des Lichts. Die Vorfreude stieg. Ok, jetzt habta mich erwischt…

Auf der Suche nach der Suppe zwischen den ganzen Haaren und bei allem (berechtigten) Genöle über die “Event-Kommerz-EM powered by Goldene Möwe”, die Stimmung war schon sehr geil! Vor allem die Albaner, die mit mehr als 8/12 (jaaahaaa, wenn man den Bruch kürzt, kann man auch 2/3 sagen) vertreten waren, machten Rabatz! Schipri! Eigentlich

Shqipëri, aber ich verstand immer Schipri….

und die ham sich gefreut, als wären se gerade in die 2. Liga aufgestiegen… war ja auch irgendwie historisch ihr erstes Tor überhaupt. Fußballerisch? Auwarte, aber zumindest kein 0:0… Verpflegung? Une Katastrophe! Bier mit 0,5 Volt?!?!? Ließ es mir von den Lippen ab: was soll das!?!?! Dazu ein Burger, bei dem man es nicht merken würde, wenn man aus Versehen die Packung mitisst. Das ganze Menü für magere 12,50€.

Aber wie gesagt, Stimmung in der Stadt, Tram und Stadion top! Ground, Platz und Sicht für 25€ sehr geil!

Montag wurde es dann aber nochmal ganz gruselig…. Wir haben es gewagt und sind tatsächlich auf die “Fanzone”! Ach du dicker Vater! Zut alors!! Merde!!! Völlig überteuertes Bier, keine Zuschauer, keine Stimmung, widerliches Personal, die einen noch bescheißen wollten, Sicherheitskontrollen wie am Airport…. Danach dann aber wieder ne gute Sause mit Engländern (“…don’t take me home…”), die irgendwie den Zug nach St. Etienne nicht gefunden haben! Die haben sich so dermaßen die Rübe zugeschraubt, da kann man nur staunen.

Insgesamt exquisit, aber das Grauen rückt immer näher…. Fußball bleibt für mich eben der geilste Sport der Welt. Da muss es nach Rasen und Holzkohle duften, das Bier muss schmecken und bezahlbar sein und nicht eine Veranstaltung mit David Guetta, Popcorn, Blumenketten und Klatschpappen… Aber manchmal muss man eben auch Amöbe spielen und sich anpassen. Spaß hatten wir allemal!

Geschrieben von Hüä

30 Jahre Spreeborussen-Party am 9. Juli

1986 – seit diesem Jahr muss die Fanszene der Borussia mit den chaotischen Spreeborussen aus Berlin hin und wieder mal ein kleines Bier trinken. 2016 heißt dies: 30 Jahre am Stück. Wie Ihr es geschafft habt uns zu erleiden bleibt euer Geheimnis. Ist uns aber auch egal, jetzt wird gefeiert und endlich auch mal ausgetrunken!

Details auf diesem Flyer…

30 Jahre SB86_Flyer

Ausser “Satz mit X” fällt mir gerade keine Überschrift ein

Auf zum ersten Auswärtsdreier der Rückrunde, haben wir uns gedacht und uns mit 10 Spreeborussen auf den Weg nach Ingolstadt gemacht. Frühmorgens um kurz nach 6 Uhr ging es los, die ersten Mitfahrer haben den ICE schon am Bhf. Gesundbrunnen bestiegen und für uns alle, die erst am Hbf oder Südkreuz zugestiegen sind, Plätze reserviert. Die Fahrt war recht kurzweilig, es gab diverse Biersorten zu verkosten, ab Fulda bekamen wir Gesellschaft von vielen weiteren Borussen, die unter anderem aus NRW und was ich woher noch anreisten.

In Ingolstadt angekommen gab es schon die erste Enttäuschung: Winziger Bahnhof im Nirgendwo, keine Kneipe und auch kein Taxi weit und breit. Einige machten sich dann per Bus auf in die Ingolstädter Altstadt, die dem Hörensagen nach doch recht hübsch sein soll, andere zogen es vor, direkt zum Stadion zu fahren und die dortige „Stiftl Alm“ direkt am Stadion zu besuchen. Da ich noch diverse Karten zu verteilen hatte, gehörten der Präsi und ick auch zu letzeren. Dort drinnen in der Hütte war es leider fürchterlich warm, aber nachdem wir die Fenster erstmal auf hatten, war es ganz ok. Ein paar Biere später hatte ich fast alle Karten los und wir zogen weiter Richtung Gästeblock, trafen auf viele mehr oder wenige bekannte Gesichter, und so verging die Zeit bis zum Anpfiff mehr als schnell.

Also ab in den Block, und nachdem wir uns bis ganz nach oben und dort in die Mitte durchgekämpft hatten, standen wir super und hatten beste Sicht – auf ein leider nicht wirklich sehenswertes Spiel unserer Borussia. Es wirkte alles irgendwie verkrampft, gehemmt, mir fehlte auch der unbedingte Siegeswille – und dann hat man auch kein Glück und verliert ein solches Spiel 1:0.

Nach dem Spiel haben wir uns für einen der Shuttlebusse direkt zum Bahnhof entschieden – eindeutig die falsche Wahl, wir hätten besser zu Fuß gehen sollen, das hätte ganz sicher auch nicht länger gedauert. Warum baut man ein Stadion mitten ins Nichts und sorgt dann nicht mal für vernünftige An- und Abfahrtswege? Wie dem auch sei, irgendwann hatten wir den Bahnhof erreicht, um dann feststellen zu müssen, dass unser Zug nach Göttingen 20 Minuten Verspätung hat. Wäre ja nicht allzu schlimm, wenn man nicht in Göttingen nur 5 Minuten Umsteigezeit in den letzten ICE nach Berlin gehabt hätte. So war dann ein bisschen Zittern angesagt, aber der ICE hat in Göttingen auf uns gewartet. Wäre der DB wohl zu teuer gewesen, uns alle in Göttingen übernachten zu lassen.  So brachten wir dann auch die letzten knapp drei Stunden rum, Mimi hat uns und die Fahrgäste um uns herum wieder mal bestens unterhalten…

So war es also wieder nichts mit dem ersten Auswärtsdreier im Jahr 2016, aber schon am nächsten Freitag in Hannover haben wir ja die nächste Chance, die Hoffnung stirbt zuletzt…

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Weltpremiere für die “Ferne Liebe”

Ferne Liebe Weltpremiere

Die Weltpremiere für Ferne Liebe wird stattfinden am

Freitag, den 18. März 2016 um 21.30 Uhr im Kino Babylon (Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin-Mitte).

Der Film wird im Rahmen des 11mm-Fußballfilmfestivals zwei Mal gezeigt. Für alle Borussen denen die DFL mit ihrer späten Ansetzung des Schalke-Spiels einen Bärendienst erwiesen hat und die entsprechend zum Premierentermin nicht können, gibt es am

Montag, den 21. März 2016 um 19.45 Uhr eine zweite Chance.

Eine Übersicht über das gesamte Festival gibt es hier. Das Programmheft als Download hier.

We are drinking our money in the pubs of the world

Nachdem ich in einer Bierlaune dem hiesigen Fahrtenberichtskomitee versprach, einen Bericht zu unserem letzten Champions League-Auftritt in Manchester zu schreiben, hierbei aber clevererweise keine verbindliche Frist vereinbarte, erblickt dieser nun mit viermonatiger Verzögerung das Licht der Welt. Naturgemäß blieben in der Zeit einige Details auf der Strecke, aber ich habe versucht, dem Leser ein den tasächlichen Gegebenheiten vor Ort entsprechendes Bild zu vermitteln.

Los ging es für unsere fünfköpfige Spreebo-Reisegruppe (Fabi, Enna, Marcy, Boris, ich) + vier Fläminger + weitere Gladbach-Fans + Borussia-Präsident Rolf Königs sowie diverse andere Nulpen, die das Flugzeug auffüllten, um 10 Uhr am Spieltag ab Schönefeld direkt in die Perle Nordwestenglands. Am dortigen Verkehrslandeplatz gesellten sich Dürki, Mimi (via London) sowie Hüa (via Hotel) zu uns und wir starteten mit den cabs Richtung Innenstadt. Unser Fahrer präsentierte uns mit “Stolz” seine City-Dauerkarte für 600 Pfund (!) für die günstigste Kategorie. Nach lautstarken Streitereien und Handgreiflichkeiten entschlossen wir uns nach demokratischer Abstimmung schließlich, ihm die Karte doch wiederzugeben. Der Ossi an sich ist halt ein sehr solidarischer Mensch.

Nach dem der urbane Hotspot erreicht und sämtliches Gepäck verschlossen war, begaben wir uns auf einen gefühlt achtstündigen Marsch um die richtige Kneipe für die Stunden bis zum Spielbeginn zu finden. Im ersten Laden roch es irgendwie nicht gut, ich weiß nicht mehr wonach – aber ich vermute es war der Geruch von Kot. Nach einem Anstandsbier verließen wir ohne einmal zu Atmen den Laden gleich wieder. Die nächsten Läden die wir ansteuerten hatten diverse andere Mängel, die es für uns unmöglich machten, dort zu einzukehren: zu wenig Platz, zu viel Platz, zu viele Rentner, zu viele Einheimische, zu viel Warsteiner. Es war fürchterlich!!

Schließlich landeten wir im Ape & Apple. Ein sehr akkurater geruchsarmer Laden. Wir ließen es uns dort mit Bier, Burgern und Jägerbombs gut gehen, die von der Schweizer Bande in Massen geordert wurden. Die hellenische Abordnung inkl. Jan B. hatte dann auch das Präsidentenpaar im Schlepptau, welches wie immer durch Charme, exakt getimte Pointen und gepfiffene Manieren bestach. Hier in England zeigte sich im Übrigen auch mal wieder wie “world-open” die Members der Spreeborussen doch sind. Ohne Hilfe von Wörterbüchern oder Google wurde diverse Borussenlieder in die Sprache des Gastgeberlandes übersetzt, getreu dem Motto “We are drinking our money in the pubs of the world – International (in Lautschrift: Internäschenel)”. Hach, what had we fun. Kurz vor Spielbeginn ging es erheblich angeheitert wiederum mit motorisierten Droschken zum Spielort. Auf der kurvenreichen Fahrt blieben wohl zwei Schweizer auf der Strecke bzw. im Hotel, da der Wirt angeblich heimlich Alkohol in ihre Getränke gemischt hatte. Pfui Devil!!

Das Stadion ist leider kein England-typisches im Wohngebiet, sondern wie oft bei uns in Germany auf der grünen Wiese stehendes, da es erst in 2002 für die Commonwealth Games eröffnet wurde. Sah drin trotzdem ganz nett aus. Das Spiel ging 2:4 in die Hose, unser Support war in meiner Erinnerung ganz gut, die City-Fans waren eher peinlich. 80 Minuten Totenstille um nach der Führung nen Affen zu machen. Naja, mir wars irgendwie egal, das Ganze dort hat für mich nicht mehr viel mit dem Fußball zu tun, wie ich und bestimmt viele andere ihn mögen. Von daher, fuck off pricks :-)

Nach dem Spiel nahmen wir noch einige Getränke in der Stadt zu uns, auf Grund des Wochentags war das jedoch etwas schwierig. Nach einem Bier in irgendeinem Pub, verbrachten wir die meiste Zeit in einer Hotellobby wo auch Kollege BTM verweilte. Wir fuhren dann gegen 3 zurück zum Airport um dort noch etwas Augenpflege zu betreiben. Um 9:30 Ortszeit hatte uns Berlin wieder. Dort gabs für mich dann zum Frühstück erstmal ein kochend heißes Chili con Carne. Hmmmm, muy delicioso. Wie schon gesagt, very internäschenel, diese Spreeborussen…..
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Geschrieben von André

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“Sing when you winning…. you only sing when you winning….!”

R.I.P. Steve und Roman

gohouri-lamidi (212)

Und wieder beginnt ein Jahr für die Spreebo-Gemeinde eher traurig.

Aus der Nachricht im Dezember, dass Steve Gohouri (Spieler der Borussia 2007-2009, rechts im Bild mit Moses Lamidi) vermisst wird, wurde zum Jahreswechsel Gewissheit. Wie für alle Borussen ein Schlag, und für uns Spreebos schlicht unfassbar. Durften wir Steve doch 2008 zu unserer Weihnachtsfeier im Spree-Eck als fröhlichen, freundlichen, grundsympatischen Menschen kennen lernen.

Auch unsere Nachbarn von Block B wurden schwer getroffen. Ihr Mitglied Roman wurde nur 38 Jahre alt. Er starb bei einem tragischen Unfall. An der bewegenden Trauerfeier nahmen neben zahlreichen Borussen auch unser Präsipaar teil.

Allen Angehörigen von Steve und Roman möchten wir unsere tief empfundene Anteilnahme ausdrücken.

Roman und Steve – ruht in Frieden!